Druckschrift 
12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
477
Einzelbild herunterladen
 

477

und gar nicht gelinge». Wir müssen diesen Platz verlassen, Hetty,und »ns in die Ansicdlungen begeben."

Es thnt mir leid, daß Dn so denkst, Judith," versetzte Hetty,ließ den Kopf ans die Brust sinken und blickte nachdenklich hinabauf die Stelle, wo man gerade noch den Leichenhügel ihrerMutter sehen konnte.Es thnt mir sehr leid, das zu hören.Ich würde lieber hier bleiben, wo ich, wenn nicht geboren bin,doch mein Leben zugcbracht habe. Ich mag die Ansiedelungennicht sie sind voll Sünde und Herzbrennen, während Gott un-beleidigt in diesen Bergen wohnt. Ich liebe die Bäume, und dieBerge, und den See und die Quelle»! alles das bat seine Güteuns gegeben, und es würde mich bitter schmerzen, Judith, Allesverlassen zu müssen., Du bist schön und nicht blos halb klug, undwirst einmal heirathen, und dann wirst Dn einen Gatten haben,und ich einen Bruder, der für uns sorgt, wenn Frauen wirklich aneinem Platze wie dieser nicht für sich selbst sorgen können."

Ach! wenn das so sey» konnte, Hetty, dann wahrhaftigkönnte ich jetzt tausendmal glücklicher in diesen Wäldern seyn, alsin den Ansiedlungen! Sonst fühlte ich nicht so, aber jetzt.Aber wo ist der Mann, der diesen schönen Platz in einen solchenGarten Eden für uns verwandelte

Harry March liebt Dich, Schwester," versetzte die/armeHetty, während sie sprach, unbewußt die Rinde von dem Canvewcgreißend. ^,,Er würde gewiß mit Freuden Dein Gatte werden,und ein kräftigerer und muthigerer Jüngling ist nicht zu finden tuder ganzen Gegend weit umher." !

Harry March und ich versiehe» einander, und von ihmbraucht nicht mehr die Rede zu seyn. Es ist Einer da dochlassen wir das. Es ist Alles in den Händen der Vorsehung, undwir müssen in Bälde zu einem Entschluß kommen wegen unsererkünftigen Lebensweise. Hier bleiben das heißt, allein hierbleiben, können wir nicht und vielleicht bietet sich nie eine