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„Ich lodere nicht auf, und ich nehme Nichts als Beleidigung,"sagte Judith kämpfend, ihre Entrüstung zu unterdrücken, in einerArt, wie sie iwch nie früher sich im Falle befunden, mit sich kämpfenzu müffen. „Es ist ein Grund, warum ich nie Euer Weib werdenwerde, es nicht kann, Hurrp, de» Ihr zu übersehen scheint, undwelchen Euch jetzt zu sagen meine Pflicht ist, so unumwunden, wieIhr von mir verlangt habt, es zu werden. Ich liebe Euch nicht so,und weiß gewiß, daß ich Euch nie so lieben werde, daß ich Euch heira-then könnte. Kein Mann kann sich ein Weib wünschen, das ihn nichtallen andern Männern vorzieht, und wenn ich Euch dies; offen sage,werdet Ihr mir, denke ich, selbst danken für meine Aufrichtigkeit."
„O Judith, die flunkernden, lustigen, scharlachröckigen Ofsicierevon den Garnisonen haben all dieß Unheil angerichtet!"
„Still, March! verläumdet nicht eine Tochter über dem Grabihrer Mutter! Gebt mir nicht, wenn ich nur ehrlich gegen Euchhandeln will, Grund, in der Bitterkeit meines Herzens Unglück aufEuer Haupt herabzurufen! Vergißt nicht, daß ich ein Weib bin,und Ihr ein Mann seyd; daß ich weder Vater noch Bruder habe^Eure Worte zu rächen."
„Nun, am Letzter» ist Etwas, und ich will nicht Mehr sagen.Nehmt Euch Zeit, Judith, und besinnt Euch eines Bessern."
„Ich brauche keine Zeit; ich bin längst entschlossen und habenur gewartet, bis Ihr offen sprechen würdet, uni Euch offenzu antworten. Wir verstehen jetzt einander, und weitere Wortenützen Nichts."
Der heftige, ungestüme Ernst des Mädchens machte den jungenMann schüchtern, denn nie früher hatte er sie so streng und ent-schlossen gesehen. Bei ihren meisten frühern Gesprächen hatte sicseine entgegenkommenden Worte mit Ausflüchten oder Spöttereienbeantwortet: aber diese hatte Harry fälschlich für weibliche Coket-terie genommen, und geglaubt, sie würden sich leicht in eineEinwilligung verwandeln. Der Kampf in seinem Innern hatte den