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und diesen Gefühlen, sehe ich, muß ich mich jetzt unterwerfen. Ihrhabt keinen Vater nnd keine Mutter mehr, Judith, und es ist niora-lisch unmöglich, daß Ihr und Hctty hier allein leben solltet, selbstwenn es Friede und die Irokesen ruhig wären; aber wie die Sachenjetzt stehen, würdet Ihr nicht nur Hungers sterben, sonoern auchBeide, vor Ablauf einer Woche, Gefangene oder skalpirt seyn. Esist Zeit, an einen Wechsel nnd an einen Ehemann zu denken, undwenn Ihr mich nehmen wollt, so soll alles Vergangene vergesse»seyn, nnd das ist Alles, was ich zu sagen habe."
Judith hatte Muhe, ihre Ungeduld zu zügeln, bis diese roheErklärung nebst Antrag gemacht war, welche zu hören sichtlich ihrWunsch gewesen, und die sic jetzt wirklich mit einer Bereitwilligkeitanhörte, die wohl einige Hoffnung erregen konnte. Sie ließ denjungen Mann kaum zum Schluß kommen, so begierig war sie, ihnauf den Hauptpunkt zu bringen, und so gefaßt mit ihrer Antwort.
„So, Hurry, das ist genug, sagte sie, eine Hand erhebend,wie nm ihm Einhalt zu thnn. „Ich verstehe Euch so gut, alssprächet Ihr noch einen Monat fort.^ Ihr gebt mir den Vorzugvor andern Mädchen, und wünscht, daß ich Eure Frau würde."
„Ihr saßt es i» bessere Worte, als ich es vermag, Judith,und ich wünschte, Ihr dächtet, ich habe es in solchen Worten aus-gedrückt, wie Ihr sie am liebsten hört."
„Sie sind einfach genug, Hurry, und es ist auch angemessen,
daß sie das sind. Es ist jetzt nicht am Orte zu tändeln oder zu
täuschen. Hört denn meine Antwort, die in jedem Tüttelchen soaufrichtig seyn soll, wie Euer Antrag. Es ist ein Grund, March,warum ich nie würde —"
„Ich glaube, ich verstehe Euch, Judith; aber wenn ich bereit
bin, diesen Grund zu übersehen, so geht das Niemand Etwas an,
als mich. Nun, lodert nur nicht so auf, wie der Himmel beimSonnenuntergang; ich will ja nichts Beleidigendes sagen, und Ihrsolltet es nicht so nehmen."