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Judith hatte kaum auf Hur«,'s rohe» Tröstnngsversnch gemerkt,obwohl sie natürlich die Abzweckuug davon in, Allgemeine» verstand,und einen ziemlich genauen Begriff von seiner Art und Weise hatte.Sie weinte bei der Erinnerung au ihrer Mutter frühere Zärtlich-keit, und schmerzliche Bilder von lange vergessenen Anweisungenund vernachlässigten Lehren stürmten auf ihr Gemüth ein. AberHurry's Worte riefe» sie wieder in die Gegenwart zurück, und soüberraschend und unzeitig ihr Inhalt war, hatten sie doch nichtjene Aenßerungen von Widerwillen zur Folge, die man bei demCharakter des Mädchens hätte erwarten können. Im Gegentheil,es schien ihr ein plötzlicher Gedanke aufzngehen, sie schaute eine»Augenblick den jungen Mann scharf an, trocknete sich die Augenund begab sich nach dem andern Ende der Fähre, ihm winkend,ihr zu folgen. Hier setzte sie sich und bedeutete March, sich nebensie zu setzen. Die Entschiedenheit und der Ernst, womit dieß Allesgeschah, schüchterten ihren Genossen ein Wenig ein, und Judithfand nöthig, selbst das Gespräch zu eröffnen.
„Ihr wünscht mit mir von Heirath zu sprechen, Harry March,"sagte sie,, „und ich komme hieher, über dem Grabe meiner Eltern,gleichsam — nein, nein — über dem Grabe meiner arme», theuern,theuern Mutter, zu hören, was Ihr mir zu sagen habt.^s
„Das ist ungcwöbnlich, und Ihr habt ein so scheumachendesWesen an Euch diesen Abend, Judith," antwortete Hurry, verstörterals er selbst hätte gestehe» mögen; „aber Wahrheit ist Wahrheit,und sie kommt an den Tag, folge dann was da will. > Ihr wißt,Mädchen, daß ich Euch längst schon für das hübscheste junge Weibhalte, das meine Angen je gesehen, und daß ich daraus kein Ge-heimniß gemacht habe, weder hier auf dem See, noch draußen beiden Jägern und Fallenstellern, noch in den Anfledlungen.st^j
„Ja, ja, ich habe das sonst schon gehört, und glaube, daß eswahr ist," antwortete Judith mit einer Art fieberhafter Ungeduld.„Wenn ein junger Manu eine solche Sprache führt von einem