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Judith unwillkührlich schaudernd, „versenkt ihn nicht so ganz nahean dem Platz, wo Mutter liegt."
„Warum nicht, Judith?" fragte Hetty ernst. „Sie lebtenmiteinander im Leben und sollen im Tode bei einander ruhen."
„Nein — nein — Harry March — weiter weg, weiterweg, — Arme Hetty, Du weißt nicht, was Du sagst. — Laßmich das anordncn."
„Ich weiß, ich bin schwachsinnig, Judith, und Du bist gescheut,— aber, gewiß, ein Ehemann soll immer neben die Frau gelegtwerden. Mutter sagte immer, das sey die Art, wie mau anschristliche» Kirchhöfe» begrabe."
Dieser kleine Streit wurde mit Eifer, obwohl mit gedämpfterStimme geführt, als fürchteten die Sprechenden, der Todte möchtesic hören. Judith konnte in einem solchen Augenblick nicht mitihrer Schwester hadern, aber eine bedeutsame Geberde von ihrbewog March, den Leichnam in einer kleinen Entfernung von demder Mutter zu versenken, worauf er die Stricke hcraufzog und derAkt geschlossen war.
„So hat's ein Ende mit Floating Tom!" rief Hurry, sichüber die Fähre vorbeugend, und durch'S Wasser den Leichnamanstarrend. „Er war ei» braver Kamerad auf einer Kundschaft,und ein tüchtiger Kerl im Fallenstellen. Weint nicht, Judith —laßt Euch den Schmerz nicht übermannen, Hetty , denn die Recht-schaffensten von uns müssen Alle auch sterben, und wenn die Zeitkommt, können Wehklagen und Thränen die Todtcn nicht wiederzum Leben bringen. Euer Vater wird ein Verlust für Euch seyn,ohne Zweifel; die meisten Väter sind ein Verlust, besonders fürunverheirathetc Töchter, aber es gibt ein Mittel, dieß llebel zuheilen, und Ihr scyd Beide zu jung und zu schön, als daß Ihrjenes Mittel lange nicht finden solltet. Wenn's Euch angenehm ist,zu hören, was ein ehrlicher und anspruchsloser Mann zu sagen hat,Judith, möchte ich wohl ein wenig mit Euch sprechen, und das beiseite."