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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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war, und deren Lehren zu ernstlich cingeschärft worden waren, umso leicht vergessen zu werden von einer Tochter, die so wenig Ver-suchung zu Verirrungen hatte.

Kein andrer Priester als die Natur war gegenwärtig beidiesem eigenthümliche» und kunstlosen Leichenbegängniß. Marchblickte in das Wasser, und durch das klare durchsichtige Element,beinahe so rein wie die Lust, sah er, was Hetty , der MutterGrab" zu neunen pflegte. Es war ein niedriger, einzelner Erd-haufen , nicht durch Spaten gebildet, aus dessen einer Ecke einStück von der weißen Leinwand hervorsah, welche das Todtenkleidder Geschiedne» ausmachte. Der Leichnam war auf den Grundversenkt worden, und Hutter hatte vom Land her Erde hcrbeigeführtund darauf geworfen, bis Alles zugedeckt war. In diesem Zustandwar der Platz geblieben, bis die Bewegung des Wassers daseinzige Zeichen, das wir so eben erwähnten, sichtbar machte, welchesverrietst, wozu der Platz benützt worden war. Selbst die rohestenund lärmendsten Menschen werden durch die Ceremonie einerBestattung weicher und gesitteter. March fühlte keine Lust, seineStimme zu einem jener bei ihm so häufigen rohen Ausbrüchenzu erheben und war ganz geneigt, den Dienst, den er übernommen,in anständiger Nüchternheit zu vollziehen. Vielleicht sann er nachüber die Vergeltung, die seinen bisherigen Kameraden betroffen,und dachte an die gräßliche Gefahr, worin sein eignes Leben vorso kurzer Zeit geschwebt. Er gab Judith zu verstehen, daß allesbereit sey, erhielt von ihr die Anweisung, Hand an's Werk zulegen, hob, vermöge seiner Ungeheuern Stärke, ohne andrer Unter-stützung den Leichnam auf, und trug ihn an das Ende der Fähre.Das Seil ward unter den Füße» und unter den Schultern durch-gezogen, wie unter den Särgen, und dann der Leichnahm langsamin den See versenkt.

Nicht hier Harrst March - nein, nicht hier!" sagteD-r Wildtödt-r. 3. Allst. 30