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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Huroninnen: unter de» Delawarinnen werdet Zhr nie Eine mitihrem guten Willen bekommen."

Pantherkatze'S Hand fühlte nach seinem Tomahawk, und alsdie Finger den Griff faßten, zogen sie sich krampfhaft zusammen,als wenn der Indianer zwischen Klugheit und Ingrimm schwankte.In diesem kritischen Augenblick näherte sich Nivenoak, veranlaßt-durch eine gebieterische Geberde den jungen Man», sich zu entfer-nen, und nahm selbst seinen früheren Sitz neben Wildtödter aufdem Baumstamm ein. Hier blieb er eine kleine Weile stumm sitzen,mit der ernsten Zurückhaltung eines indianischen Häuptlings.

Falkenauge hat Recht," begann endlich der Irokese;seinGesicht ist so scharf, daß er die Wahrheit sieht in einer dunkelnNacht, und unsre Auge» sind blind gewesen. Er ist eine Eule,und das Dunkel verbirgt ihm Nichts. Er darf seine Freunde nichtbeschädigen und erschlagen; er hat Recht."

Es freut mich, daß Ihr so denkt, Mingo," versetzte der Andere,denn ein Vcrräther ist nach meinem Urtheil schlimmer als eineMemme. Ich frage so wenig nach der Bisamratze, als ein Bleich-gesicht nach dem ander» fragen darf; aber doch liegt er mir zusehr am Herzen, als daß ich ihm in der Weise, wie Ihr wünschtet,einen Hinterhalt legen sollte. Kurz, nach meinen Ideen sind alleListen, außer Listen im offenen Krieg, gegen das Recht, und wiewir Weißen es nennen, auch gegen das Evangelium."

Mein Bleichgesichtbruder hat Recht; er ist kein Indianer,der seinen Manitou und seine Farbe vergäße. Die Huronen wissen,daß sie einen großen Krieger zum Gefangnen haben, und sie werdenihn als solchen behandeln. Wenn er gemartert werden soll, sowerden seine Martern von der Art seyn; wie kein gewöhnlicherMann sie ertragen kann, und wenn er als Freund behandelt wird,so wird die ihm erwiesene Freundschaft die Freundschaft von Häupt-lingen seyn."

Während der Hurone diese Versicherung seiner außerordentlichen