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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Hochschätzung gab, blickte sein Auge verstohlen nach dem Gesichtdes Andern, um zu entdecken, wie dieser das Compliment aufnehme,obgleich sein Ernst und seine anscheinende Aufrichtigkeit Jeden, dernicht in Listen und Künsten erfahren gewesen, seine Beweggründeschwerlich hätte entdecken lassen. Wildtödter gehörte zu den Arg-losen; und bekannt mit den indianischen Begriffen, worin die Ach-tung, in Behandlung von Gefangenen, sich kund that, fühlte ersein Blut gerinnen bei dieser Ankündigung, wiewohl er eine so ge-stählte Fassung und Miene behauptete, daß sein scharfblickenderFeind darin keine Spur von Schwäche lesen konnte.

Gott hat mich in Eure Hände gegeben, Hurone," versetzteendlich der Gefangene,und ich denke, Ihr werdet nach EuremWillen mit mir verfahren. Ich will mich nicht dessen rühmen,was ich thun werde unter den Martern, denn ich bin noch nie aufdie Probe gestellt worden, nnd vorher kann, kein Mensch so Etwasbehaupten; aber ich will mein Möglichstes thun, um dem Volk keineSchande zu machen, unter dem ich ausgewachsen bin. Jndeßwünschte ich jetzt, daß Ihr mir bezeugtet, daß ich ganz von weißemBlute bin, und natürlich auch von weißen Gaben; somit, wennich sollte übermaunt werden und mich vergessen, wsrvet Ihr, hoffeich, den Fehler dahin stellen, wohin er eigentlich gehört, und ihnin keiner Weise den Delawaren, oder ihren Verbündeten undFreunden, den Mohikans, znrechnen. Wir sind Alle mit mehroder weniger Schwäche erschaffen, und ich fürchte, die eines Bleich-gesichts besteht darin, unter großen körperlichen Martern zu er-liegen, während eine Nothhaut seine Lieder singt und den Feindenin'S Gesicht trotzig sich seiner Thaten rühmt."

Wir werden sehen; Falkenaugc hat eine gute Miene nnd erist zäh. Aber warum sollte er gemartert werden, wenn dieHuronen ihn lieben? Er ist nicht als ihr Feind geboren; und derTod Eines Kriegers wird nicht für immer eine Wolke zwischensie werfen."