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das Wenige, was er zu Einem Nachtheil äußert, kommt wohl mehrvon Eifersucht her, als von einem andern Beweggrund. Lächeltihm zu, wen» er erwacht, und drückt ihm die Hand nur halb sostark, als Ihr die meinige vor einer Weile drücktet, und ich setzemein Leben darauf, der arme Kerl wird Alles vergessen außer Euremhübschen Gesicht. Heiße Worte kommen nicht immer ans demHerzen, sondern öfter aus dem Magen, als sonst woher. Versuchtcs mit ihm, Judith, wenn er erwacht, und erkennt dann die Kraftund Tugend eines Lächelns!"
Wildtödter lachte auf seine Weise, als er schloß, und danngab er dem geduldig ausseheudcn, aber innerlich sehr ungeduldigenChingachgook seine Bereitwilligkeit zum Aufbruch zu erkennen.Als der junge Manu in das Canoc trat, stand das Mädchenregungslos wie Stein, versunken in das Nachsiuneu, das die Spracheund das Benehmen des Andern wohl in ihr Hervorrufen mochten.Die Einfachheit und Treuherzigkeit des Jägers hatte sie völlig ge-täuscht; denn in ihrer engen Sphäre war Judith Meisterin in Be-handlung des andern Geschlechts; obwohl sie im gegenwärtigenFalle, bei Allen, was sie gesagt und gcthan, weit mehr durch un-willkürliche Gefühle als durch Berechnung war geleitet worden.Wir wollen nicht läuguen, daß einige von Judith's Betrachtungenbitter gewesen, obwohl wir auf den weitern Verlauf der Erzählungverweise» müssen, wo sich Herausstellen wird, wie verdient oder wieheftig ihre Leiden waren.
Chingachgook und sein Blcichgesichtsfrcund schickte» sich zuihrem gewagten und delikaten Unternehmen mit einer Kaltblütigkeitund Umsicht au, die Männern Ehre gemacht hätte, welche sich aufihrem zwanzigsten, statt auf dem ersten KriegSzug befanden. DerIndianer, wie seinem Verhältniß zu der schönen Flüchtigen ge-ziemte, deren Dienst sie sich so zu sagen geweiht hatten, nahmseinen Platz vorn im Cauoe ein, während Wildtödter dessen Be-wegungen vom Hintertheil ans lenkte. Vermöge dieser Anordnung