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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Ich fürchte ich glaube, Ihr habt Recht, Wildtödter, unddoch wünsche ich, Ihr ginget nicht! Versprecht mir wenigstensEines und das ist: Euch nicht unter die Wilden zu wagen undnicht mehr zu thun, als das Mädchen z» retten! Das wird fürEinmal genug seyn, und damit solltet Ihr Euch zufrieden geben."

Gott tröste Euch, Mädchen; man sollte glauben, es seyHetty, die so spreche, und nicht die raschbesonnene, wunderbareJudith Hutter! Aber Furcht macht die Weisen einfältig, und dieStarken schwach. Ja, davon Hab' ich oft und viel Beweise gesehen!Nun, es ist gütig und sanftherzig von Euch, Judith, solche Theil-nahme zu fühlen für ein Mitgcschöpf, und ich werde cs immersagen, daß Ihr wohlwollend und von treuem Gefühl seyd, möge»die, die Euer schönes Aussehen beneiden, so viel müsstge Mährchcnvon Euch erzählen, als sie Lust haben."

Wildtödter!" unterbrach ihn das Mädchen hastig, aber bei-nahe erstickt von ihrer heftigen Gemnthsbewegung;glaubt IhrAlles, was Ihr von einem armen, mutterlosen Mädchen hört? Solldie schändliche Zunge Harry Hurry's mein Leben vergiften?"

Nicht so, Judith, nicht so. Ich habe Hurry gesagt, cs seynicht mannhaft, diejenigen hinterrücks zu beißen, die er nicht durchoffene Mittel gewinnen könne, und daß selbst ein Indianer immerrücksichtlich ist in Bezug ans den guten Namen eines jungen Weibes."

Wenn ich einen Bruder hätte, sollte er sich nicht erfrechenes zu thun!" rief Judith mit fcuersprühenden Angen.Aber daer mich ohne einen Beschützer findet, außer einem alten Mann,dessen Ohren ebenso stumpf zu werden anfangen als seine Gefühle,steht ihm allerdings frei zu thun, was ihm beliebt."

Nicht so ganz, Judith; nein, das doch nicht so ganz! KeinMann, Bruder oder Fremder würde ruhig dabei stehen und zusehen,wie ein so schönes Mädchen wie Ihr verunglimpft und herabgcrissenwürde, ohne ein Wort zu ihren Gunsten zu sagen. Es ist HurryErnst mit dem Wunsch, Euch zu seinem Weibe zu bekommen, und