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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Bäume auf einer Lichtung? Ihr findet sie nicht, sondern Ihrfindet nur ihre verstümmelten Stämme, als Landmarken, wieGrabsteine auf einem Kirchhof. Mir scheint es, daß die Leute,die an solchen Orten leben, immer an ihr eignes Ende und anallgemeinen Verfall denken müssen, und zwar nicht an den Verfall,de» Zeit und Natur herbeiführen, sondern an den Verfall, derauf Verheerung und Gewaltthat folgt. Dann was Kirchen betrifft,dis find gut, glaube ich, sonst würden nicht gute Leute sie erbauenund erhalten. Aber sie sind nicht durchaus nothwendig. Sienennen sie Tempel des Herrn; aber Judith, die ganze Erde istein Tempel des Herrn für Solche, welche das rechte Gemüth dafürhaben. Weder Forts noch Kirchen an sich machen die Mensche»glücklicher. Zudem ist i» den Ansiedlungen Alles Widerspruch,während in den Wäldern Alles Einklang ist. Forts und Kirchenfind fast immer bei einander, und doch sind sie gerade Gegensätze;Kirchen sind ja für den Frieden, und Forts für den Krieg. Nein,nein - ich lobe mir die festen Plätze der Wildniß, nemlich dieBäume, und auch die Kirchen, nemlich die Hallen, die die Handder Natur aufgeführt."

Das Weib ist nicht gemacht für Scene», wie diese, Wild-tödter; Scenen, von denen kein Ende abznsehen ist, so' langedieser Krieg währt."

Wenn ihr Weiber von weißer Farbe meint, so glaube ichfast, Ihr seyd nicht weit vom Wahren entfernt, Mädchen; wasaber die Weiber der rothen Männer betrifft, so sind solche Austritteganz nach ihrem Charakter. Nichts würde Hist zum Beispiel, dieverlobte Braut dieses Delaware«, glücklicher machen, als wenn siewüßte, daß er in diesem Augenblick unter seinen natürlichen Feindenhernmstreift und nach einem Skalpe trachtet."

Wahrhaftig, Wildtödter, wahrhaftig, sie kann doch kein Weibseyn, ohne Sorge zu fühlen, wenn sie denkt, der Mann, den sieliebt, sey in Gefahr!"