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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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den Schwestern sich ihm genähert hatte; aber bald erkannte er diemetallreiche, lebhafte Stimme der älteren, als sie ihre» Gefühlenin Worten Lnst machte.

Das ist ein schreckliches Leben für Frauen, Wildtödter!"rief sie aus.Wollte Gott, ich sähe ein Ende davon ab!"

Das Leben ist gut genug, Judith," war die Antwort,esist eben so ziemlich, je nachdem man es gebraucht oder mißbraucht.Was wünschtet Ihr Euch denn dafür?"

Ich würde tausendmal glücklicher sehn, wenn ich näher beicivilifirten Menschen lebte, - wo Pachthöfe und Häuser und will'sGott von Christenhänden gebaute Häuser sind; und wo mein Schlafbei Nacht süß und ruhig wäre! Eine Wohnung in der Nähe derForts wäre weit besser, als der traurige Ort, wo wir leben!"

Nein, Judith, ich kann nicht allzuleicht die Wahrheit vonall diesem zugeben. Wenn Forts gut sind, Feinde abzuhalten, soenthalten sie dafür oft selbst Feinde. Ich glaube nicht, daß es

zu Eurem oder Hetty's Besten wäre, in der Nähe von einem zu

wohnen; und wenn ich sagen soll, was ich denke, so fürchte ich,

Ihr seyd so schon zu nahe dabei." Wildtödter fuhr fort in der

ihm eigenen gefaßten, ernsten, gleichmüthigen Weise, denn dieDunkelheit verbarg ihm die Gluten, welche die Wangen des Mäd-chens mit glänzendem Purpur überzogen hatten, während ihre eigeneheftige Anstrengung die Töne des gewaltsamen Athmens, dassie fast ersticken wollte, unterdrückte.Was Pachthöfe betrifft,die haben ihren Nutzen, und es gibt Leute, die gern ihr Lebendarauf znbringen; aber welches Behagen kann ein Mensch voneiner Lichtung hoffen, das er nicht in doppeltem Maß im Waldefinden kann? Wenn eS mit Luft, und Raum, und Licht etwasknapp zngeht, so liefern das die Windfluchten und die Ströme,oder da sind ja die Seeen für Solche, die in dieser Hinsicht stärkereWünsche haben; aber wo findet Ihr Eure Schatten, und lachendenQuellen, und hüpfenden Bäche, und ehrwürdigen, tausendjährigen