Druckschrift 
12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
284
Einzelbild herunterladen
 

284

Alles so wie Ihr sagt. Der Floß war nahe beim Lager,und die Indianer setzten mich darauf, und hatte» Schiffstaue, undzogen mich au den Platz gegenüber dem Castell, und bann hießensie diesen jungen Mann mich herüber rudern."

Und die Wälder sind Voll von den Vagabunden, die nurwarten, um zu erfahren, was das Ende von dem Mirakel sehnwerde. Wir begreifen jetzt diesen Handel, Jndith, und ich will nurerst diesen jungen canadischen Blutsauger abfertigcn, dann wollenwir über unser Verfahren uns besprechen. Laßt Ihr und Hetthuns allein mit einander, zuvor aber bringt mir die Elephanten,welche Schlange bewundert; denn es wird nicht gut thun, diesenlauernden Burschen nur eine Minute allein zu lassen, oder er ent-lehnt ein Canoe, ohne zu fragen."

Judith that nach seinem Verlangen, brachte zuerst die Figurenund entfernte sich dann mit ihrer Schwester in ihr Gemach. Wild-tödter hatte sich einige Bekanntschaft mit den meisten indianischenDialekten der Gegend erworben, und verstand irokesisch genug,um ein Gespräch in dieser Sprache zu führen. Er winkte daherdem Burschen und hieß ihn auf den Schrank sitzen, worauf erplötzlich zwei von den Thürmen vor ihn hinstelltc. Bis zu diesemAugenblick hatte der junge Wilde durch keine Miene eine innereBewegung oder ein Wohlgefallen verrathen. Es waren vieleSachen in dem Gemach und draußen, die ihm neu sehn mußten,aber er hatte seine Selbstbeherrschung mit stoischer Fassung be-hauptet. Zwar hatte Wildtödter bemerkt, wie sein dunkles Augedie Verthcidigungsanstalten und Waffe» musterte, aber diese Muste-rung war mit so unschuldiger Miene in einer so kindischen, faulen,gaffenden Art angestellt worden, daß Niemand als ein Mann, derselbst eine ähnliche Schule durchlaufen, seine Absicht auch nur vonferne hätte argwohne» können. In dem Augenblick aber, wo dasAuge des Wilden auf das schöngcarbeitete Elfenbein und auf dieFiguren der wunderbare» unbekannten Thiere fiel, überwältigten