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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
271
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nach ei» paar Minuten standen sie Beide auf der Plattform, sicheinen Gegenstand in der Arche zur Zielscheibe zu wählen. Judithführte die Neugier auch herbei.

Tretet zurück, Mädchen, tretet ein Wenig zurück! dieseWaffen sind schon lange geladen," sagte Wildtödtcr,und cs könntebei dem Abfenern ein Unfall sich ereignen."

Daun sollt Ihr sie nicht abfenern! Gebt sie beide dem De-laware»; oder eS wäre besser, die Ladung heranSznziehcn, statt sieabznfenern."

Das ist gegen den Gebrauch und manche Leute meinen:gegen die Mannhaftigkeit, obgleich ich solche einfällige Lehren nichtannehme. Wir müssen sie abfenern, Judith, ja, wir müssen sieabfeuern: obgleich ich voraussehe, dasi Keiner Ursache haben wird,sich seiner Geschicklichkeit groß zu rühmen."

Judith war im Ganzen ein Mädchen von vielem persönlichenMulh, und ihre Lebensweise machte, daß sie Nichts von der Angstfühlte, welche beim Knall von Feuerwaffen leicht ihr Geschlechtüberfällt. Sie hatte manche Büchse abgefcuert, und man wußtesogar, daß sie unter Umständen, die den Erfolg begünstigten,ein Wild erlegt hatte. Sie ergab sich daher, trat ein Wenigzurück, neben Wildtödtcr, und überließ dem Indianer die Fronteder Plattform allein. Chingacbgook erhob die Waffe mehrereMale, suchte sie mit Anwendung beider Hände in eine stete Lagezu bringen, wechselte seine Stellung, die ihm unbequem schien undnahm eine noch unbequemere an, und endlich drückte er ab," miteiner Art verzweifelter Gleichgültigkeit, ohne in der That irgendein Ziel fest in's Ange gefaßt zu haben. Die Folge war, daß erstatt den Knoten zu treffen, der zur Zielscheibe bestimmt wordenwar, die Arche ganz und gar fehlte, und die Kugel auf demWasser dahintanztc, wie ein mit der Hand geworfner Stein.

Gut gemacht, Schlange gut gemacht!" rief Wildtödtcr,und lachte in seiner geräuschlosen Munterkeit;Ihr habt den See