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getroffen, und das ist eine Großthat für manche Männer. Ichwußte es, und sagte cs auch der Judith hier, denn diese kurzenWaffen eignen sich nicht für RothhantSgaben. Ihr habt den Seegetroffen, und das ist besser, als nur die Lust treffen! Jetzt tretetzurück und laßt uns sehen, was Weiße Gaben vermögen mit einerweißen Waffe. Eine Pistole ist keine Büchse; aber Farbe ist Farbe."
Wildtödter zielte ebenso rasch als stet, und der Knall erfolgtebeinah in dem Augenblick, wo er die Waffe erhob. Aber die Pistolezersprang und Bruchstücke davon flogen nach allen Richtungen;einige sielen ans das Dach des Castells, andere in die Arche, undnoch andre in's Wasser. Judith kreischte laut ans, und als diebeiden Männer sich ängstlich zu dem Mädchen wandten, war siebleich wie der Tod und zitterte an allen Gliedern.
„Sie ist verwundet — ja, das arme Mädchen ist verwundet,Schlange, obgleich man es nicht hätte vcrmnthen sollen, da wosie stand. Wir wolle» sic auf einen Sitz führen und müssen allesMögliche für sie thun, soweit unsre Einsicht und Geschicklichkeit reicht."
Judith ließ sich zu dem Sitz hinführen, schluckte einen Mund-voll von dem Wasser, das ihr der Delaware in einer Lederflaschsbot, und nach einem heftigen Anfall von Zittern, das ihre schöneGestalt bis zur Auflösung schien schütteln zu wollen, brach sie inThränen aus.
„Der Schmerz muß ertragen sehn, arme Judith — ja ermuß ertragen seyn," sagte Wildtödter ihr zusprechend; „obwohlich weit entfernt bin, zu verlangen, daß Ihr nicht weinen sollt;denn Weinen erleichtert oft mädchenhafte Gefühle. Wo kann siedenn verletzt sehn, Schlange? Ich sehe keine Spuren von Blut,auch keine Risse in Haut oder Kleidern."
„Ich bin nicht beschädigt, Wildtödter," stammelte das Mädchenunter ihren Thränen. „Es ist Schrecken — Nichts weiter, ichversichere Euch; und Gott seh gepriesen, ich sehe, Niemand istdurch den Zufall beschädigt."