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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Nicht so, Schlange, nicht so. ES ist für einen Mann ge-macht, und würde einen Riesen zufrieden stelle», recht gebraucht.Aber halt; weiße Männer zeichnen sich aus durch die Sorglosigkeit,womit sie Feuerwaffen in Schränken und Winkeln ans die Seite legen.Laßt mich sehen, ob diese Waffen sorglich behandelt worden sind."

Mit diesen Worten nahm Wildtödter die Waffe seinem Freundaus der Hand und öffnete die Pfanne. Diese war mit Pulver ge-füllt, das durch Zeit, Feuchtigkeit und Druck wie in ein StückchenKohle znsammengebacken war. Ein Versuch mit dem Ladstock zeigte,daß beide Pistolen geladen waren, obwohl Judith bezeugen konnte,daß sie vielleicht Jahre lang in dem Schranke gelegen. Es wäreschwer, das Erstaunen des Indianers bei dieser Entdeckung zuschildern, denn er war gewohnt, das Pulver ans seiner Pfannetäglich zu erneuen, und in andern kurzen Zwischenzeiten nach derLadung seines Gewehrs zu sehen.

Das ist weiße Nachlässigkeit," sagte Wildtödter, den Kopfschüttelnd,und kaum eine JagdjahrSzeit geht vorüber, ohne daßJemand in den Ansiedlungen dadurch zu Schaden kommt. Es istauch außerordentlich, Judith ja, cs ist geradezu außerordentlich,daß der Eigcnthnmcr sein Gewehr auf einen Hirsch, oder ein andresWild, oder vielleicht auf einen Feind abfenern, und dann zweimalunter dreien fehlen soll; aber cs stoße ihm ein Unfall zu mit einersolchen vergessenen Ladung und sie bringt sichern Tod einemKind, einem Bruder oder Freund! Nun, wir werden dem Eigen-thümer einen Dienst erweisen, wenn wir an seiner Statt diese Pi-stolen abfenern; und da sie für Euch und für mich etwas Neuessind, wollen wir unsre stete Hand an einem Ziele versuchen. Er-neuert dieß Pulver auf der Pfanne, und ich will cs bei dieserthnn, dann wollen wir sehe», wer der beste Schütze ist mit einerPistole; was die Büchse betrifft, so ist das längst unter unsausgemacht!"

Wildtödter lachte herzlich über seine» eignen Einfall, und