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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
267
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Eigenschaft als die Aufrichtigkeit gewährt, weil seine Warte gera-dezu aus Herz dringe», und ihre Unterstützung im Verstände finden.Sc> war cs bei Wildtödter und Judith; sb bald und so tief erfülltedieser einfache Jäger Alle, die ihn kannten, mit der Uebcrzcngungvon seiner unbeugsame» Redlichkeit, daß Alles, was er lobendäußerte, ebenso gewiß Freude machte, als Alles, was er tadelndund als Vorwurf äußerte, gewiß da tief einschneiden und Feindschafterwecken mußte, wo sein Charakter nicht schon Achtung und Nei-gung ihm gewonnen hatte, die seinen Tad°l in anderem Sinneschmerzhaft und empfindlich machten. Im später» Leben, als dieLaufbahn dieses ungebildeten und unverkünsteltcn Menschen ihn inBerührung brachte mit Offieiercn von hohem Rang, und Andern,die mit der Sorge für die Interessen des Staats betraut waren,übte er denselben Einfluß ans einem weiteren Feld: selbst Generalehörten seine Lobsprüche mit einem Anflug von hoher Freude, welchein ihnen hervorznrnfen nicht immer in der Macht ihrer officiellenObern stand. Vielleicht war Judith das erste Individuum vonseiner Farbe, das sich diesen natürlichen Folgen der Wahrheitsliebeund Geradheit von Seiten Wildtödter's entschieden unterwarf. Siehatte wirklich nach seinem Lobe geschmachtet, und jetzt hatte sie esgeerntet, und das in der Form, wie es ihrer Schwäche und ihrerDenkungsart am angenehmsten war. Das Ergebniß davon wirdfleh im Laufe dieser Erzählung zeigen.

Wenn wir wüßten, was Alles dieser Schrank enthält, Wild-tödter," versetzte das Mädchen, als fie sich ein Wenig erholt hattevon der augenblicklichen Wirkung seiner Lobsprüche auf ihre per-sönliche Erscheinung,könnten wir besser entscheiden, welches Ver-fahren wir cinschlagen sollen."

Das ist nicht ohne Grund, Mädchen, obgleich es mehr eineBleichgesichts- als eine Rothhauts-Gabe ist, andrer Leute Geheim-nisse zu durchspähen."

Neugier ist natürlich, und cs läßt sich erwarten, daß alle