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menschliche Wesen menschliche Fehler haben. So oft ich bei denGarnisonen gewesen bin, habe ich gefunden, daß die Meisten dortund rings herum Verlangen trugen, ihres Nächsten Geheimnissezu erspähen."
„Ja, und manchmal sie zu errathen oder zu erdichten, wennsie sie nicht entdecken konnten. Das ist der Unterschied zwischeneinem indianischen und einem Weißen Gentleman. Die Schlangehier wurde den Kopf auf die Seite wenden, wenn er bemerkte, daßer unabsichtlich in eines andern Häuptlings Wigwam hineinsehe;während in den Ansiedlnngen, wo Alle vornehme Leute seyn wollen,die Meisten beweisen, daß sie besser als Andre sehen, durch dieArt, wie sie über diese und ihre Angelegenheiten schwatzen. Ichstehe dafür, Judith, Ihr brächtet die Schlange hier nicht dazu, zugestehen, es sey ein Andrer in seinem Stamme um so Viel größerals er, daß er der Gegenstand seiner Gedanken würde, und er seineZunge gebrauchte zu Gesprächen über sein Thun und Treiben, seinGehen und Stehen, sein Essen und Trinken, und all die andernkleinen Sachen, die einen Menschen beschäftigen, wenn er nicht mitseinen größeren Pflichten zu thun hat. Wer das thut, ist nichtviel besser als ein ausgemachter Spitzbube, und Wer Einen dazuaufmuntert, ist so ziemlich von derselben Gattung, trage er soschöne Röcke als er will, und von Farben, wie sie ihm gefallen."
„Aber das ist keines andern Mannes Wigwam; es gehörtmeinem Vater; es sind seine Sachen, die man zu seinem Bestenverwendet und bedarf."
„Das ist wahr, Mädchen, das ist wahr, und es ist nicht ohneGewicht. Nun gut, wenn Alles vor uns liegt, können wir in derThat am besten entscheiden, was wir als Lösegeld anbieten, waszurückbehalten sollen."
Judith war in ihren Gefühlen nicht ganz so uneigennützig,als sie sich die Miene gab. Sie erinnerte sich, daß die NeugierdeHetth's in Bezug auf diesen Schrank war befriedigt worden,