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herrlicher sind, als Melonen. Das ist cs, und cs bedeutet: bleibtbei Euren Gaben und Eure Gaben werden bei Euch bleiben!"
Die beiden Männer hatte» jetzt eine kleine Erörterung miteinander, ob cs geeignet sey, noch tiefer in den Schrank Huttcr'Seinzudringen, als Judith, ihres PrachtgewandeS entkleidet, in ihremeinfachen Linnenkleide wieder erschien.
„Dank Euch, Judith," sagte Wildtüdtcr, sie freundlich bei derHand fassend; „denn ich weiß, es ging ein wenig gegen die natür-lichen Wünsche des Weibes, so viel schöne Sachen gleichsam wieeinen Hansen Plunder wegznwcrfen. Aber Ihr seyd dem Augelieblicher, wie Ihr da steht, ja gewiß, als wenn Ihr eine Kroneauf dem Haupt und Juwelen ums Haar bammeln hättet. DieFrage ist jetzt, ob man diese Decke anfhcbe» soll, um zu sehen,was in der That der beste Handel wäre, den wir für MeisterHutter mache» könnten: den» wir müssen so handeln, wie wirdenken, daß er handeln würde, stände er an unsrer Stelle."
Judith sah sehr vergnügt ans. Gewohnt an Schmeichelei,wie sie war, hatte ihr die bescheidene Huldigung Wildtödter's mehrwahre Genugthuuug und Freude gewährt, als sie noch je bei denWorten aus dem Munde eines Mannes empfunden hatte. Eswaren nicht die Ausdrücke, worein die Bewunderung gekleidet war,denn diese waren einfach genug — was einen so lebhafte» Eindruckmachte: auch nicht ihre Neuheit oder Wärme, noch sonst eine derEigcnthümlichkciten, welche einer Lobpreisung gewöhnlich Werthverleihen, sondern die »»geirrte Wahrhaftigkeit des Redenden, dieseine Worte so unmittelbar ans Herz der Hörenden dringen machte.Dieß ist einer der großen Vortheile der Geradheit und Freimüthig-keit. Der schlaue, gewohnheitsmäßige Schmeichler mag seine Ab-sichten so lange erreichen, bis seine Künste gegen ihn selbst zurück-springen, und wie andre Süßigkeiten, die von ihm gebotene Nahrungdurch liebermaß anckelt: aber Wer ehrlich und offen handelt, wenner auch oft anstößt, besitzt eine Macht zu loben, die keine andre