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dürste ebenso gut gerade an diesem Pflock zu finden sehn, als sonstan einem Platze. Nehmt das Kleidungsstück weg, Delaware, undlaßt uns sehen, ob Ihr wirklich ein Prophet send."
Chingachgook that, wie er geheißen ward, aber kein Schlüsselfand sich. Eine plumpe, dem Anschein nach leere Tasche hing andem nächsten Pflocke und ward sofort untersucht. Mittlerweile warauch Judith's Aufmerksamkeit nach dieser Richtung gezogen worden,und sie ließ sich mit Hast vernehmen, als wünschte sie unnöthigeMühe zu ersparen.
„Das sind nur die Kleider Hctty's, des guten, einfältigenMädchens!" sagte sie. „Was wir suchen, ist wohl schwerlich hierzu finden!"
Kaum waren diese Worte über den schönen Mnnd der Spre-cherin gekommen, als Chingachgook den gewünschte» Schlüssel ausder Tasche zog. Judith besaß einen zu schnellen Verstand, nmnicht sogleich den Grund zu errathen, warum ein so einfacher undleicht zu findender Versteck war gewählt worden. Das Blut schoßihr ins Gesicht, vielleicht ebenso sehr ans Verdruß, als aus Schaam,und sie biß sich in die Lippe, blieb aber stumm. Wildtödter undsein Freund bewährten setzt das Zartgefühl von Männern vonnatürlich feinem Sinn, indem sic weder lächelte», noch auch nurdnrch einen Blick verriethcn, wie gut sie die Beweggründe und dasSchlaue dieser sinnreichen List verstanden. Der Erstere, der demIndianer den Schlüssel abgenommen, trat jetzt in das anstoßendeGemach, versuchte ihn an einem Schloß, und versicherte sich, daßwirklich das rechte Instrument gefunden sep. Es Ware» drei Vor-legeschlöffer, die aber alle drei leicht mit dem einen Schlüssel geöffnetwurden. Wildtödter »ahm sie alle ab, machte die Haspen los, hobden Deckel ein Wenig auf, um sich zu versichern, daß der Schrankaufgche, und trat dann einige Schritte davon zurück, seinem Freundewinkend, ihm zu folgen.
„Das ist ein Familienschrank, Judith," sagte er, „und enthält