helfen, wo der alte Tom wohl den Schlüssel zu einem Schrankeverwahrt halten dürste, mit dem er so geheim thut?"
Der Delaware hatte an dem Gespräche keinen Antheil genom-men, bis er so geradezu aufgefordert wurde; jetzt trat er von demSchranke weg, welcher fortwährend seine Aufmerksamkeit in An-spruch genommen, s nnd sah sich um nach dem Orte, wo unter denvorliegenden Verhältnissen denkbarer Weise der Schlüssel verwahrtseyn dürfte. Judith und Wildtödter waren inzwischen auch nichtmüssig, und so waren bald alle Drei mit lebhaftem und ängstlichemSuchen beschäftigt, da es gewiß war, daß der gewünschte Schlüsselnicht in einer der gewöhnlichen Schubladen oder Fächer, derenmehrere tu dem Gebäude waren, sich finden würde, sah in diesenNiemand »ach, sondern Alle wandten sich solchen Orten zu, dieihnen als sinnreiche Versteckplätze aufsielen, deren man sich zusolchem Behufe leicht bedienen könnte. So ward das äußereGemach sorgfältig aber fruchtlos durchsucht, worauf sie sich inHutter'S Schlafzimmer begaben. Dieser Theil des rohen Gebäudeswar besser eingerichtet als das klebrige; er enthielt manche Artikel,welche besonders zum Gebrauch der verstorbenen Frau des Besitzersgedient hatten; aber da Judith alle übrigen Schlüssel hatte, war esauch bald durchstöbert, ohne daß der gewünschte Schlüssel ansLicht gekommen wäre.
Jetzt traten sie in das Schlafgemach der Töchter. Dem Chin-gachgook fiel sogleich der Contrast zwischen den Artikeln und derAnordnung aufder Seite des Gemaches, die man die Judith's nennenkonnte, und ans der Hetth angehörigen auf. Ein leiser Ausrufentschlüpfte ihm, und nach den verschiednen Richtungen hin deutend,machte er mit leiser Stimme auf diesen Umstand aufmerksam, zuseinem Freunde in der Delawarensprache redend.
„Wie Ihr denkt, Schlange," antwortete Wildtödter, von dessen,in Delawarensprache geäußerten Bemerkungen wir so viel als mög-lich die eigenthümliche AnsdruckSweise des Mannes beizubehalten