Da Wildtödter und sei» Genosse mit der Anstrengung vonMännern ruderten, welche die Nothwendigkeit fühlten, jeden Nervanznspannen, und Hctty's Kräfte geschwächt wurden durch einängstliches, krampfhaftes Bestreben zu entfliehen, wurde sich die Jagdbald mit der Einholung der Flüchtigen geendigt haben, hätte nichtdas Mädchen einige rasche und unvorhergesehene Abweichungenvon der geraden Bahn gemacht. Diese Wendungen gewannen ihrZeit, und sie hatte» auch die Wirkung das Canoe und die Archeallmälig in das dichtere Dunkel hineinzuführen, das die Schattenvon den Bergen erzeugten. Auch vergrößerten sie allmälig denAbstand zwischen der Fliehenden und ihren Verfolgern, bis Judithihren Genossen znricf, sie sollten zu Indern aufhören, weil sie dasCanoe gänzlich aus dem Gesicht verloren.
Als diese leioige Benachrichtigung erfolgte, war Hetty in derThal so nahe, daß sie jede Svlbe verstand, die ihre Schwestersprach; obgleich Letztere die Vorsicht gebraucht hatte, so leise zusprechen, als nur immer die Umstände gestatteten, falls sie ge-hört werden wollte. Hetty hörte in demselben Augenblick zurudern ans, und wartete das weitere Ergebnis; ab mit einer Unge-duld, die ebenso sehr in Folge ihrer bisherigen Anstrengungen,wie ihres Wunsches, ans Land zu kommen, eine wahrhaft athcm-lose zu nennen war. Eine Todtenstille senkte sich inzwischen aufden See, während welcher die drei in der Arche ihre Sinne aufsmannigfachste anstrengtcn, um die Stellung des Canoes zu ent-decke». Judith beugte sich vor, um zu horchen, in der Hoffnung,einen Ton zu erlauschen, der verriethe, in welcher Richtung ihreSchwester sich davonstehle; während ihre beiden Genossen die Augenso nahe als möglich hinab ans Wasser hielten, um jeden Gegenstandzu entdecken, der etwa auf seiner Oberfläche schwimme. Alles jedochwar umsonst, denn weder ein erlauschter Ton noch das Sichtbar-werden eines Gegenstandes belohnte ihre Anstrengungen. Dieseganze Zeit über stand Hetty, welche nicht so viel Schlauheit besaß,