Druckschrift 
12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
198
Einzelbild herunterladen
 

198

sich i»> Boot niederzulegen, aufgerichtet da, einen Finger auf ihrenMund gedrückt, in der Richtung hinausstarrend, von welcher hersic die Stimmen gehört hatte, einer Bildsäule schweigender undscheuer Erwartung ähnlich. Ihre List war nur so weit gegangen,daß sie in der erzählten Weise ohne Geräusch des Canoes sich zubemächtigen und die Arche zu verlassen im Stande gewesen war;dann schien sic für den Augenblick gänzlich erschöpft. Selbst dieAbweichungen des Canoes waren ebenso sehr die Folgen einer»»sichern Hand und einer Ncrvenaufregung, als einer schlauen Be-rechnung gewesen.

Diese Pause währte einige Minuten > während welcher Wild-iödter und der Delaware in der Sprache des Letzter» sich beriethen.Dann tauchten die Ruder wieder ins Wasser, und die Arche bewegtesich, aber mit so wenig Geräusch als nur möglich. Sie steuertewestlich, etwas südlich, oder in der Richtung ans das Lager desFeindes zu. Nachdem sie einen vorliegenden Punkt, nicht weit vonder Küste entfernt, erreicht hatte, wo wegen der Nähe des Landesdie Finsternis' sehr dicht war, blieb sie hier beinahe eine Stundeliegen, das gehoffte Herankommen Hetth'S zu erwarten, die, sodachte man, diesem Punkt nach Kräften zueilen würde, sobald siesich der Gefahr der Verfolgung entledigt glauben würde. Aberdiese kleine Blokade wurde von keinem Erfolg gekrönt; weder derGesichtssinn noch der Gehörssinn konnten das Vorbeifahrcn einesCanoes entdecken. Vcrdrüßlich über dieß Mißlingen, und erkennendwie wichtig es sep, von dem Castell Besitz zu ergreifen, ehe derFeind sich seiner bemächtige, schlug jetzt Wiidtödter die Bahn dahinein mit der Befürchtung, daß alle seine Vorsicht, als er die Canoesin Sicherheit gebracht, vereitelt seyn werde durch diesen unbewachtenund beunruhigende» Schritt von Seiten der schwachsinnigen Hetty.