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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Daun was, Mädchen? Dicfi ist ein bedenklicher Augenblick/und wo man die Wahrheit reden muß."

Judith empfand eine edelmüthige und weibliche Scheu, ihreSchwester zu verrathen, und sic zögerte, ehe sie sortfuhr. Abernoch einmal oo» Wildtödter dringend aufgefordert, und selbst er-kennend die Gefahren alle, welchen die Gesellschaft durch Hetty'sIlnklugheit ausgesetzt wurde, konnte sie nicht länger an sich halten.

Dann fürchte ich auch, die arme schwachsinnige Hetty hatnicht recht die Eitelkeit, die Narrheit und die Tollheit zu sehenvermocht, die hinter dem schönen Gesicht und der stattlichen GestaltHurry Harry's liegen. Sie spricht im Schlaf von ihm, und ver-rät!) manchmal ihre Neigung auch in ihren wachen Angenblicken."

Ihr meint, Judith, Eure Schwester gehe jetzt mit irgendeinem tollen Plan um, ihrem Vater und Hurry zu dienen, deraller Wahrscheinlichkeit nach, die Gewänne, die Mingos in denBesitz eines Canoe setzen wird!"

So wird es sich, fürchte ich, verhalten, Wilotödter. Diearme Hetty hat schwerlich Schlauheit genug, einen Wilden zuüberlisten."

Die ganze Zeit her war das Canoe, Hetty in aufrechter Stel-lung am einen Ende desselben stehend, dämmernd sichtbar gewesen,obgleich es bei der raschen Bewegung der Arche mit jedem Augen-blicke weniger deutlich wurde. Es war offenbar keine Zeit zu ver-lieren, wenn es nicht ganz verschwinden sollte. Die Büchsen wurdenjetzt als überflüssig bei Seite gelegt; und daun ergriffen die beidenMänner die Ruder und fingen an, das Vordertheil der Fähre gegendas Canoe hin umzuwenden. Judith, an den Dienst gewöhnt,eilte nach dem andern Ende der Arche und stellte sich au den Helm wenn man so sagen konnte. Hetty erschrack bei diesen Vorkeh-rungen, die nicht ohne Geräusch getroff-u werde» konnten, undfuhr auf wie ein Vogel, der plötzlich durch das Herannahen einernicht erwarteten Gefahr gescheucht wird.