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in den Wälder» war. „Werden einige Minuten früher oder späterdie Sache vereiteln? es wird sehr gefährlich sehn, lang der Küsteso nahe zu bleiben, wie der Fels ist."
„Ja wohl, Judith; das ist eben die Schwierigkeit. Der Felsist nur einen Flintenschuß vom Ufer entfernt, und es geht nicht an,zu lang und zu nahe da herum zu fahren. Wenn man mit einemIndianer zu ihun hat, muß mau rechnen und vorsichtig seyn, denneine rothe Natur liebt sehr List und Tücke. Jetzt seht Ihr, Judith,daß ich gar nicht auf den Fels zu steure, sondern hier östlich da-von, und jetzt werden die Wilden in dieser Richtung traben, undsich müde Füße machen, und Alles für Nichts."
„Ihr glaubt also, sie sehen uns, und beobachten unsre Be-wegungen, Wildtödtcr? Ich hoffte, sie würden in die Wälderznrückgegangen seyn, und uns einige Stunden ungestört lasten."
„Das ist ganz die Einbildung eines Weibes. Es gibt keinenNachlaß in der Wachsamkeit eines Indianers, wenn er auf demKriegspfad ist l und Augen sind in dieser Minute auf uns geheftet,obwohl der See uns schützt. Wir müssen dem Felsen mit Ueber-lcgnng nahe kommen, und die Elenden auf eine falsche Spur zubringen suchen. Die Miugos haben gute Nasen, höre ich; abereines weißen Mannes Vernunft sollte es immer ihrem Instinktgleich thuu."
Judith knüpfte jetzt ein rasch abwechselndes Gespräch mitWildtödter an, worin das Mädchen ihr steigendes Interesse fürden jungen Mann verrietst; ein Interesse, das sie bei seiner ehr-lichen Unbefangenheit und bei ihrer Charaktercntschiedenheit, unter-stützt durch das Selbstgefühl, welches die ihren persönlichen Reizenso allgemein gezollte Schätzung in ihr geweckt hatte, weniger zuverhehlen bestrebt war, als unter andern Umständen wohl der Fallgewesen wäre. Sie war nicht eigentlich aufdringlich und keck inihrem Benehmen, obgleich in ihren Blicken oft etwas so Freieswar, daß es den ganzen Beistand ihrer ausnehmenden Schönheit