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12 (1851) Der Wildtöter : eine Erzählung
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.ils zwei Stunden. Bekannt mit der Pünktlichkeit der Indianer,hatte Wildtödter seine Berechnungen genau gemacht, und sich etwasmehr Zeit, als nothwendig war, um den Ort der Verabredungzu erreichen, gegeben, in der Absicht, seine Ankunft zu verzögernoder zu beschleunigen, wie cS erforderlich wäre. Als er das Lwgelaufzog, stand die Sonne über den westlichen Bergen in einer Höhe,die noch etwas mehr als zwei Stunden Tag versprach, und wenigeMinuten überzeugten ihn, daß die Bewegung der Fähre leinenBerechnungen und Erwartungen entspreche.

Es war ein prachtvoller Jnninsabend, und nie glich der ein-same Wasserspiegel weniger einem Schauplatz von Kampf undBlutvergießen. Der leise Wind drang kaum herab bis zu demBette des See's, und schwebte nur darüber hin, als scheute ersich, seine tiefe Ruhe zu stören, oder seine spiegelglatte Fläche zukräuseln. Selbst die Wälder erschiene» wie schlummernd in derSonne, und einige Lage» florkigtcr Wolken hatten Stunden langam nördlichen Horizont sich gelagert, wie haftend i» der Atmosphäre,hier nur zur Verschönerung der Scene angebracht. Einige Wasser-hühner streiften gelegentlich über das Wasser, und ein einzigerRabe war sichtbar, hoch über den Bäumen sich flügclnd, ein wach-sames Auge auf den Wald unter ihm heftend, um jedes lebendeWesen zu entdecken, das ihm die geheimnißvollen Wälder als Beutedarböten.

Der Leser hat wohl schon bemerkt, daß bei all der auffallen-den Frcimüthigkeit und Nngebnndenheit des Benehmens, das Judithbei ihrem Grenzleben sich angeeignet, doch ihre Sprache edler war,als deren ihre männlichen Gesellschafter sich bedienten, ihren Vatermit eingcschloffen. Dieser Unterschied erstreckte sich ebenso ans dieAussprache, wie auf die Wahl der Worte und die Sätze. Nichtsvielleicht vcrräth so bald die Erziehung und den Umgang, als dieArt zn sprechen; und wenige Vorzüge erhöhen so den Reiz weib-licher Schönheit, wie eine anmnthige und fließende Sprache, während