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neu Zuneigung, welche dem Menschen natürlich ist— denn das Gegcntheil der Geselligkeit ist Selbst-sucht, und von allen Charakteren ist der vollendeteSelbstsüchtling am wenigsten geneigt, Partei zunehmen. Männer solchen Schlags sind insofern diewahren Repräsentanten der Mäßigung. Sie sindvor ihrem Temperament sicher, und zu gut Herrenihrer selbst, als daß sie Gefahr liefen, sich in irgendEtwas mit Wärme einzulassen, oder an irgend einerPartei oder Faktion tiefen Antheil zu nehmen.
Am Rand der Seite stand folgende Bemerkungvon der Hand Lord ***»-°:
„Ein warmes Herz treibt einen Mann in Par-teien — Philosophie hält ihn davon entfernt. DerKaiser Julian sagt in seinem Brief an Themistios:„„solltest Du nur drei oder vier Philosophen bilden,so würdest Du wesentlicher zum Glück der Mensch-heit beitragen, als viele Könige zusammen."" Gleich-wohl zweifle ich, ob, wenn alle Menschen Philo-sophen wären, trotz der hiedurch herbeigcführtengrößeren Verbreitung der Tugend, noch eben soviele Beispiele von außerordentlicher Tugend vor-kämen. Mächtige Leidenschaften allein bringen solcheglänzende Ausnahmen hervor.
Noch war der Gelehrte mit dieser Note be-schäftigt, als der Graf ins Zimmer trat. Da dieThür, durch welche er herein kam, Jenem im Rü-cken war und der Eintretende einen sehr leisenGang hatte, wurde er von dem Gelehrten nicht be-