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„Ja, Kind, Ihr Weibsleute seid immer gewalt-tige Schreiberinnen; mit uns ist es nicht so, beson-ders wenn wir auf Reisen sind. Da heißts immer:„„aber morgen muß ich schreiben — aber ich mußschreiben, wenn Dieß und Das in Ordnung ist — ichmuß schreiben, wenn ich dort und dort ankomme;""— und einstweilen geht die Zeit vorbei, bis wir unsendlich schämen, die Feder noch in die Hand zu neh-men. Ich hörte einmal einen Großen behaupten,Männer müßten, um gute Briefsteller zu sein, etwasWeibliches an sich haben; und wirklich, ich glaub dieBehauptung ist im Allgemeinen ziemlich richtig."
„Es sollte mich wundern, wenn Madeline ebenso dächte?" sagte Ellinor mit einem eifersüchtigenBlick auf die in Wonne verlorene Schwester, die,den Inhalt ihres Briefs verschlingend, langsam hin-ten drein ging.
„Er kommt in kürzester Zeit, lieber Vater, viel-leicht ist er schon morgen hier!" rief plötzlich Made-line; „denk einmal, Ellinor! Ach und er schreibt inganz froher Stimmung!" Damit klatschte das guteMädchen vor Entzücken in die Hände, und das Rothwogte ihr freudig über Wangen und Nacken.
„Willkommene Nachricht!" 'erwiederte Lester,„wird er doch endlich gar lustiger werden, als Elli-nore selbst."
„Das könnte leicht sein," seufzte Ellinor imStillen, schlich hinter den Beiden ins Haus uudsuchte ihr eigenes Zimmer.