Ach, gar schön von Euch zu fragen, wie's uns geht,wenn die Tage kürzer werden und die Luft schnei-diger." >
. „Nun, Mutter, soll ich Euch von*"" einenwarmen Mantel kommen lassen?" fragte Madelinc.
„Oho, dank Ihr, junge Dam' - dank Ihrrecht, wills an Eurem Hochzeittag tragen; heißt jaSie Heirat' den gelahrten Mann da drüben. WünschGlück, Fräulein, wünsch Glück."
Die Alte grinste bei diesem Segenswunsch, dersich auf ihren Lippen wie das Gebet des Herrn imMund einer Zauberin ausnahm, welche die Andachtzum Frevel, das Heilige zum Fluch umwandelt.
„Seid recht gefallsam, junge Dam," fuhr siefort', indem sie Madelinens hohe, blühende Gestaltvon Kopf zu Fuß betrachtete, „recht gefallsam -aber ich war 'n Mal eben so hübsch, wie Sie, undbleibt Sie am Leben — merk Sie's — so schön undsauber Sie jetzt dasteht, so verrunzelt und garstigund armselig wird Sie werden! Ha! ha! Hab meineFreude an solchen Gedanken, wenn ich junges Volkseh. Aber vielleicht mag Sie nicht alt werden —denn 's zum Erbarmen könnte 'ne Wittib und kinder-los und 'n verlassen Weib sein wie ich, wenn Sie'sbis zu 'n Sechzigen bringt; war Das nicht hübsch?ha! ha! hätt dann wohl 'ne Freud am schönen Wet-ter und a» 'n schönen Worten der Leute, he?"
„Geht Frau," sagte Lester mit einer Wolke aufseinem gütigen Gesicht, „Das heißt undankbar gegen