Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
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Zudem weiß das Herz, das durch die Entdeckung sovieler neuen Schätze und die Eröffnung einer so hol-den Welt der Erinnerung angelächelt wird, nochnichts von dem Ucberfluß dem Gefühl von Leer-heit und Oede, jenen wahren Schmerzen der Tren-nung, aber nicht der hoffenden, sondern der zurück-dlickenden.

Du bist heiter, liebe Madeline," sagte Minor,obwohl Du Dies; während seiner Entfernung nichtfür möglich hieltst."

Die Entdeckung, wie sehr ich ihn liebe," er-wiederte Madeline,beschäftigt mich."

Wir thnn Unrecht, wenn wir eine gewisse Ueber-trcibung im Gefühl der Liebenden tadeln. WahreLeidenschaft muß sich nothwendig durch ihre eigeneGlut zu einer Höhe erheben, die blos Demjenigenübertrieben scheint, der sie nicht zu fühlen vermag.Die erhabene Sprache eines Helden ist ein Theilseines Karakters; ohne diese Fülle der Ideen würdeer kein Held geworden sein. Mit der Liebe verhältes sich wie mit dem Heldenthum; was gewöhnlicheGemüther in den Empfindungen natürlich nennen,blos weil es alltäglich ist, ist blos für sehr zahmeHerzen natürlich. Das ist eine sehr arme, ja einesehr gemeine Liebe, bei welcher die Phantasie nichtzuvörderst in Anspruch genommen wird, und jenerFranzose, der die Neigung seiner Geliebten deßhalbtadelte, weil sie so sehr mit Bildern der Phantasiedurchflochten sei, haderte mit dem Körper nm der