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ein Buch für ihn geborgt und ihn für de» Augen-blick ungemein woh! aufgelegt und ganz bereit fürdie morgige Flucht verlassen hatte — zündete erseine Pfeife an, stellte sich unter die Thür desWirthshauses und wartete auf Herrn Pertinax Grab-süller. Bald kam der Doktor, ein kleines, dünnesMännchen, geschäftig auf der Straße daher undwollte eben mit einem vertraulichen „Guten Abend"am Kc'.poral vorbei, als dieser Edle, die Pfeife auSdem Mund nehmend, ehrerbietig anhob: „um Ver-gebung, mein Herr — Hab mit Ihnen zu sprechen;haben's nur einen Augenblick die Güte. Will EuerEdlen mit mir iu's Hiuterzimmer?"
„Hui! ein anderer Patient," dachte der Doktor,„so ein Soldat hat keine Vorsicht — kriegt Was anden Leib! — Ja, Freund, ich bin zu Euer» Diensten."
Der Korporal führte den Mann der Mixturennach dem Hiuterzimmer, räusperte sich dreimal undsah verlegen aus, als müßt' er nicht wie anfangen.Der Doktor machte sichs zum Geschäft, dem Schä-menden Muth einznreden.
„Nun, mein guter Freund," sagte er, indem ermit dem Rock-Aermel etwas Staub wegwischte, dersich auf seine Beinkleider gesetzt hatte, „Ihr wolltmich also über etwas zu Rath ziehen?"
„Ja, Euer Edlen, Das will ich; aber — binwas verschämt, wie ich's thun soll; —'nein Frem-den — "
„Pah! — Ein Arzt ist nie ein Fremder, ich
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