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seine bewunderungswürdige Kaltblütigkeit beibehieltund in der tiefangelcgten, schlauen Verstellung fort-fuhr, durch welche er die hündische Habgier, denspürenden Sinn des Eigennutzes, gegen welche eranzukämpfen hatte, zu überwinden suchte. „Es istKeinem von uns Beiden leicht, den Andern zu hin-tergehen. Wir sind Menschen, deren Einsicht einLeben voll Gefahr nach allen Seiten hin geschärfthat; ich spreche offen gegen Dich, weil Verstellunghier nichts helfen würde: Obwohl ich aus DeinemBereich fliehen — obwohl ich meine jetzige Heimathund die mir bestimmte Braut verlassen kann, möchr'ich doch, ich gesteh es, gern freie Wahl behalten,auf demjenigen Lebenspfad und Schauplatz zu verhar-ren, den ich mir nun einmal ausersehen habe — möcht'ich doch gern von jeder möglichen Besorgniß in Be-zug auf Dich frei sein. Es gibt nur zwei Wege,auf welchen ich diese Sicherheit erlangen kann: dererste ist durch Deinen Tod; — nein, erschrick nicht,leg die Hand nicht an Deine Pistole; jetzt hast Dukeine Ursache mich zu fürchten. Hätt' ich dieses Aus-kunftmittel erwählen wollen, so hätte ich meine Ab-sicht schon längst ins Werk setzen können. Als Duvor einigen Monaten unter meinem Dach schliefst —ja schliefst- was hätte mich da hindern können.Dir während des Schlafes den Dolch ins Herz zustoßen? Vor zwei Abenden, als mein Blut kochte,und Wuth über mich gekommen war — was hättemich abhalten können, die Hand, deren Spuren Du