Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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seine bewunderungswürdige Kaltblütigkeit beibehieltund in der tiefangelcgten, schlauen Verstellung fort-fuhr, durch welche er die hündische Habgier, denspürenden Sinn des Eigennutzes, gegen welche eranzukämpfen hatte, zu überwinden suchte.Es istKeinem von uns Beiden leicht, den Andern zu hin-tergehen. Wir sind Menschen, deren Einsicht einLeben voll Gefahr nach allen Seiten hin geschärfthat; ich spreche offen gegen Dich, weil Verstellunghier nichts helfen würde: Obwohl ich aus DeinemBereich fliehen obwohl ich meine jetzige Heimathund die mir bestimmte Braut verlassen kann, möchr'ich doch, ich gesteh es, gern freie Wahl behalten,auf demjenigen Lebenspfad und Schauplatz zu verhar-ren, den ich mir nun einmal ausersehen habe möcht'ich doch gern von jeder möglichen Besorgniß in Be-zug auf Dich frei sein. Es gibt nur zwei Wege,auf welchen ich diese Sicherheit erlangen kann: dererste ist durch Deinen Tod; nein, erschrick nicht,leg die Hand nicht an Deine Pistole; jetzt hast Dukeine Ursache mich zu fürchten. Hätt' ich dieses Aus-kunftmittel erwählen wollen, so hätte ich meine Ab-sicht schon längst ins Werk setzen können. Als Duvor einigen Monaten unter meinem Dach schliefstja schliefst- was hätte mich da hindern können.Dir während des Schlafes den Dolch ins Herz zustoßen? Vor zwei Abenden, als mein Blut kochte,und Wuth über mich gekommen war was hättemich abhalten können, die Hand, deren Spuren Du