habest Dich geirrt, lind wir wollen Dir vergeben »ndDich noch jetzt segnen!"
Nram hatte kein Wort zu diesem Auftritt gesprochen.Er hielt die Augen auf die beide» Bruderskinder geheftet
— es war nicht ohne Interesse für ihn zu beobachten,welche Wirkung Madelinens rührende Reden auf seinenAnkläger Hervorbringen würden. Unterdessen fuhr Jenefort: — „Sprich zu mir, Walter — lieber Walter, sprichzu mir! Bist Du's, der unsere Hoffnungen zerknicken,unsere Freuden zertreten, der Furcht und Entsetzen in einHaus bringen will, worin noch eben nur Friede und Son-nenschein waren — in Dein eigenes Haus — das HausDeiner Kindheit? Was hast Du gethan, was hast Dugewagt zu thun? — ihn anzuklagcu — wessen? des Mor-des! Sprich, sprich — des Mordes, ha, ha! — desMordes! Nein nicht so! — Du würdest nicht gewagthaben hieher zu kommen —- Du würdest mich nicht DeineHand fassen lassen — Du würdest uns. Deinem Oheim,uns die mehr als Deine Schwestern sind, nicht ins Gesichtschauen können, wenn Du in Deinem Herzen diese Lüge
— diese schwarze — gräßliche Lüge nährtest!"
Walter zog seine Hände zurück und sagte, den Kopfabwendend:
„Möge er seine Unschuld Nachweisen, bitte Gott, daßer's könne!—Ich bin nicht sein Ankläger, Madeline.Die Gebeine meines todten Vaters klagen ihn an! —Außer diesen sind nur der Himmel und die offenbarendeErde Zeugen gegen ihn!"