Fenster gegenüber stand, erblickten die Schwestern EugenAram. Regendiamanten glänzten in den Locken seineslangen Haars; seine Wangen waren von der körperlichenBewegung, oder wahrscheinlicher durch die Freude derWiederkehr geröthet; ein Lächeln, hinter dem kein Schat-ten, keine Trübung lag, spielte über de» Zügen, welchedurch die auffallenden Strahlen der untergehenden Sonnenoch einen besonder» Schein von Heiterkeit erhielten.
„Meine Madeline, meine Geliebte, meine Madeline!"brach es von seinen Lippen.
„Du bist zurück — Dank Gott! — Dank Gott!gesund — wohl?"
„Und glücklich!" fügte Aram mit tiefer Bedeutungin der Stimme hinzu.
„Heda! Heda!" rief der Squire auffahrend, „wasgibts? Gott behüt, Engen! — und ganz naß, wie's dasAnsehen hat! Lorchen lauf und mach die Thür auf; —mehr Holz ans Feuer ! — die Fasanen zum Nachtessen! —und halt, Mädchen, halt — da ist der Kellerschlüffel —den Einundzwanzig Portowein — Du kennst ihn. Ah!Ah! wills Gott, soll sich Eugen Aram über seinen Will-komm in Grünthal nicht beklagen!'"