Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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nern Schmerzen und größern Freveln. Wer kennt sonst dieganze furchtbare Wahrheit eines moralischen Gemäldes,das uns eine ursprünglich hohe Natur, eine Seele, dieeinst nur der Durst nach Wahrheit beseelte, durch eine ReiheZwischenereigniffe zu den Kunstgriffen und Lügen einesgemeinen Heuchlers herabgewürdigt zeigt?

Es war jetzt ganz Nacht geworden, und die Dunkel-heit ward nur durch die düstern Lampen, die eine langePerspective in den Straßen zogen, und durch ein Paardämmernde Sterne erhellt, welche aus dem Schleier desRauchnebclS über der großen Stadt hervorbrachen. Aramhatte nunmehr eine der Themse-Brücken erreicht, und, nieunempfindlich für malerische Reize, stand er dort einenAugenblick still, und sah dem dunkeln Strom entlang, derunter ihm brauste.

O Gott! wie vjele wilde, stürmische Herzen sind andiesem Ort ebenfalls zur Ruhe gekommen, in einem furcht-baren Moment des Gedankens, der Berechnung desEntschlussesim-letzten Moment ihres Lebens! SchauetNachts dem Lauf des prächtigen Stroms zu, wie hoheitvoller das Getreide Derer, die an seinen Ufern wohnen, zuverspotten scheint; unverändert unveränderlich;Alles um ihn her schneller Tod, oder unruhiges Lebeiner aber lächelt zu den bleichen Sternen auf, und rolltdahin unter tiefen Melodien. Neben ihm der Senat, stolzans seine feierlichen Wortkünstler, und dort die Abtei vollLeichensteine, wo eine Handvoll der heißesten Kämpfer alshöchste Ehre Vergessenheit und ein Grab finden mögen!