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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Unter seinen Leuten begannen schon einige Zeichen der Ungeduldlaut zu werden, bis Raoul sich endlich zu dem Kurse entschloß, dener nunmehr zu befolgen hatte. Als er aber Ghita ans Land führte,da erwachte jener ritterliche Charakter der Huldigung gegen dieFrauen, welcher die Südfranzosen vor Asien auSzeichnet, und ihrebeiden früheren Bekannten wurden mit lautem Freudenrufc empfangen.Handlungen der Selbstaufopferung gewinnen bei solcher Veranlassungden Schein des Heroismus und er wird jederzeit den Beifall einesVolkes erregen, das für den Ruhm so tief empfänglich ist.

Immerhin war für die nöthigen Vorbereitungen nur noch wenigeZeit übrig. Zum Glück hatte der Schiffs-Arzt auf dieser Insel,als dem wahrscheinlichen Schauplatze des hitzigsten Kampfes, seinenPosten eingenommen und sich bereits eine Aushöhlung des Felsenshinter einem Theile der Ruine zur Aufnahme für die Verwundetenauserlesen, wo man einer ziemlichen Sicherheit zu genießen erwar-ten durfte.

Raoul erkannte sogleich die Vortheile dieses Plätzchens; ohnesich einen Augenblick zu bedenken, führteer Ghita und ihren Oheimnach diesem Orte. Er umarmte das Mädchen voll Zärtlichkeiteine Freiheit, welche Ghita in einem solchen Augenblicke nicht zurück-weisen konnte und riß sich dann los, um den Pflichten seiner Stellungnachzukommen, welche nunmehr im höchsten Grade dringend ge-worden waren.

Sir Frederick Dashwood hatte in der That alle seine Vorbe-reitungen vollendet und rückte bereits bis auf Kartätschsnschnßweitezum Sturme heran. In der offenbaren Absicht, die Franzosen aneinem Versuche zur^Flucht nach dem Lande hin zu verhindern, hatteer sich eben diese Seite zum Angriffe erwählt eine Anordnung,welche Raoul höchst erwünscht kam, da er, die Wahrscheinlichkeitdieses Falles voraussehend, seine eigenen VertheidigungSanstalten ingleichem Sinne entworfen hatte.

Von Booten konnte man acht bemerken; doch waren nur sieben