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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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mehr gegen Amalfi. Ich sehe, die Engländer wollen uns von derLandseite angreifen rudert also mehr gegen Amalfi."

Du bemühest Dich umsonst, Raoul," gab Ghita ruhig, aberfest zur Antwort.Wir sind keines unbedeutenden Zweckes halberhierher gekommen; weigerst Du Dich, mit uns zu gehen, so wollenwir wenigstens bei Dir bleiben. Unser Gebet, das Du so sehrverachtest, wird sich vielleicht doch nicht ganz nutzlos erweisen."

Ghita, das kann nimmermehr geschehen. Wir sind ohne Deckung beinahe ohne VertheidigungSanstalten unser Schiff ist nicht imStande, Dich auszunehmen und das heutige Gefecht ist etwas ganzAnders, als jenes bei Elba. Du wirst gewiß in einem solchenAugenblicke meine Seele nicht mit der Sorge um Dich belasten wollen."

Wir wollen bleiben, Raoul. Vielleicht kommt ein Augenblick,wo Du froh bist, das Gebet gläubiger Christen in Deiner Nähezu haben. Gott führt uns hierher, um Dich entweder fortzunehmenoder bei Dir zu bleiben und mitten im Kriegslärm für Dein ewigesSeelenheil Sorge zu tragen."

Raoul betrachtete die schöne Schwärmerin mit so inniger Liebeund Bewunderung, wie selbst ihre gläubige Einfalt sie nie zuvorin ihm erregt hatte. Ihre sanften Augen strahlten von heiligemFeuer, ihre Wangen glühten und des Himmels Glanz schien aufihrem Antlitze zu leuchten.

Der junge Mann fühlte, wie die Zeit drängte; er sah keineHoffnung vor sich, seine Geliebte in ihrem Entschluß zu erschüt-tern und sie noch zeitig aus dem Bereich der herannahenden Bootezu bringen; unter diesen Umständen mochten die Beiden aller-dings in einer Ecke der Ruinen besser geborgen sehn, als wenn siean'S Land zu entkommen versucht hätten. Dann kam auch noch dernie erlöschende, geheime Wunsch, Ghita in seiner Nähe zu behalten,seiner hastigen Ueberlegung zu Hülfe und er beschloß, das Mädchenmit ihrem Oheim auf dasselbe Jnselchen zu führen, welches er ineigener Person vertheidigcn wollte.