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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Seite
511
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Heils -'dann suche Ghita: Du wirst sie so finden, wie Du fieDir wünschest."

Raoul streckte seine Arme aus, um das liebende Mädchen anseine Brust zn schließen: doch, als ob fie sich vor fich selbst scheute,wich fie ihm ans und floh eilig den Pfad entlang, wie wenn sieverfolgt zu werden fürchtete.

Der junge Mann blieb einen Augenblick stehen und war halbund halb zu folgen geneigt; dann aber gewann wieder die Vernunftdie Oberherrschaft und er dachte an die Nothwendigkeit, noch wäh-rend der Nacht einen sicheren Zufluchtsort zu erreichen. Noch zeigtedie Zukunft eine Hoffnung und diese Hoffnung gebot ihm, andereGelegenheiten aufzusuchen, um seinen Plan doch noch durchzusetze».

Aber Raonl Uvard, so hoch er auch seine Geliebte verehrte,kannte Ghita Caraccioli doch nur sehr wenig. Sie war allerdingsvoll weiblichen Gefühls und ihr Herz für ihn insbesondere mit derinnigsten Zärtlichkeit erfüllt: aber die Verehrung, welche sie Gottweihte, trug jenen unerschütterlichen Charakter an sich, der bis ansEnde ausdanert. Zn Allem, was sie sprach und fühlte, war sie dieWahrheit selber: keine falsche Schaam hieß sie ihre Neigung ver-läugnen, aber dabei hatte sie alle ihre Vorsätze gleichsam in einengeistlichen Panzer eingehüllt, der sie für alle Anfechtungen der Weltunbezwinglich machte.

Unser Held fand Jthuel mit völliger Sorglosigkeit im Booteschlafend. Der Granitmann kannte seine Lage vollkommen und daer eine lange Nuderparthie voraussah, so hatte er sich gemächlichauf der hintern Spitzbank der Jolle niedergelegt und schlummerteso ruhig, als er nur je in seiner Hängmatte auf dem Irrwisch ge-than hatte. Es kostete sogar ziemliche Mühe, ihn aufzuwecken undnur widerstrebend ergriff er daö Ruder.

Ehe Raoul die FclSrinne Hinabstieg, hatte er von der Klippeoben einen Blick auf das Wasser geworfen. Er lauschte aufmerksam,ob er nicht von den englischen Booten einen Laut heraufschallen hörte