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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
507
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Dränge mich nicht, theurer Naoul es kann ja doch nimmermehrscyn. Ich habe Dir bereits gesagt, welche Kluft zwischen uns liegt:Du will st sie nicht überspringen, um zu mir zu gelangen; ich kannes nichtthu», ui» Dich zu gewinnen. Nichts anderes als sie konnteuns trennen: aber sie wird auch in meinen Augen mit jeder Stundebreiter und tiefer."

«Ach, Ghita, Du täuschest mich und Dich. Wäre Deine Liebeso stark wie Du glaubst kein irdischer Grund könnte Dich ver-leiten, mich von Dir zu weisen."

Es ist ja kein irdischer Grund, Naoul; er steht höher als dieErde und Alles, was sie enthält."

koste! Diese Priester sind die Geißeln, die den Menschen injeder Gestalt quälen. Unsere Kindheit trüben sie mit harten Gebo-ten, gewöhnen die Jugend an Bitterkeit und Härte und machen unsabergläubisch und kindisch im Alter. Ich wundere mich nicht, daßmeine braven Landsleute sie' aus Frankreich vertrieben haben: siethaten ja doch nichts, als schlingen wie die Heuschrecken und die Herrlich-keiten der Vorsehung durch ihren Anblick entstellen."

Naoul, Du sprichst von den Dienern Gottes!" bemerkte Ghitasanft, aber traurig.

Verzeihe mir, thcuerste Ghita: die Geduld verläßt mich, wennich bedenke, welche Kleinigkeit unS auseinanderzureißen droht.Du gibst vor, mich zu lieben?"

Es ist nicht ein Borgeben, Naoul, sondern reine und, wieich fürchte, peinliche Wirklichkeit."

Wer sollte glauben, daß ein so freimüthiges Mädchen, derenHerz so zart, deren Seele so wahrhaftig ist, sich durch untergeordneteRücksichten von dem Manne ihrer Wahl trennen ließe!"

Es find nicht untergeordnete Rücksichten, sondern Dinge vonder höchsten Bedeutung, Raonl. O daß ich Dich davon überzeugenkönnte! Die Frage ist die, zwischen Dir und meinem Gotte zu