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„Nicht mehr als zwanzig, sürcht' ich, Sir," lautete die wider-strebende Antwort.
„Ich sollte meinen, fünfe müßten im schlimmsten Falle genügen,besonders wenn die Leute rasch Anziehen."
Dieß sprach der Kapitän halb flüsternd, mit hohler, unsichererStimme, indem er den Lieutenant die ganze Zeit über ängstlich ansah.
Winchester zuckte mit den Schultern und wandte sich ab, daer nicht sprechen mochte.
Cuffe hielt jetzt eine kurze Berathung mit dem Schiffsarzt, umdas Minimum oon Zeit zu erfahren, welche ein Mensch, am Naaarmeiner Fregatte aufgehängt, zu leben vermöchte. — Das Resultatwar niHt günstig, denn gleich darauf wurde das Zeichen gegeben,den Gefangenen heraufzubringen.
Raoul erschien alsbald auf dem Verdeck, begleitet von demWaffenmeister und dem Offizier, der das Amt des Lord-Prevotübernommen hatte. Er war in seine reinliche, weiße Lazzaroniirachtgekleidet und trug die rothe phrhgische Mütze, deren wir bereitsgedacht haben.
Sein Gesicht war blaß, aber Niemand konnte an den Muskeln,welche sei» loser Anzug dem Auge enthüllte, das leiseste Zitternbemerken. Vor der Offiziersgruppe nahm er höflich die Mütze abund warf einen Blick des Verständnisses gegen die furchtbare Ma-schinerie an der Voraa. Daß er erschüttert war, als der Auftrittund die Schlinge seinem Auge begegnete — steht außer Frage: aberaugenblicklich sich wieder zusammenraffend, verbeugte er sich lächelndgegen Cnffe und ging festen Schrittes, doch ohne das mindeste Zei-chen von Prahlerei in seinem Wesen — dem Schauplatze seiner be-absichtigten Hinrichtung entgegen.
Todtenstille herrschte, während der Profoß mit seinen Leutendie Schlinge zurecht rückte und den Verurtheilten auf den Auftrittstellte. Dann wurde das schlaffe Ende des Taus mit der Handeinwärts gezogen und die Leute erhielten die Weisung, das Werk-