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Wendung gegeben und da, wo Raoul noch vor Kurzem zwei- bisdreihundert kräftige, furchtbare Feinde angetroffen hätte, würdeer jetzt wohl ebenso viele thcilnehmende Freunde gefunden haben.
Kein Wunder also, wenn die Vorkehrungen der VormarSgasle»mit unfreundlichen Blicken angesehen wurden. Nichts destowenigerhielt die unsichtbare Hand der Amtsgewalt Alle im Zaume. Cuffeselbst wagte nicht, länger zu zögern. Die nöthigen Befehle wurden,wenn gleich mit tiefem Widerstreben, ertheilt; dann ging der Kapi-tän in seine Kajüte, wie wenn er sich vor menschlichen Augen ver-bergen wollte.
Die zehn Minuten, welche jetzt folgten, waren Minuten tieferBestürzung. Alle Matrosen wurden aufgerufeu, die Vorbereitungenvervollständigt und Winchester wartete nur auf das WiedererscheincnCuffe's, um den Gefangenen auf den Auftritt treten zu taffen.
Ein Midshipma» wurde in die Kajüte gesendet, worauf derkommandirende Offizier langsam und mit zögerndem Schritte auf dasQuarterdeck zurückkam.
Die Mannschaft war auf dem Vorkastell und in der Kühl ver-sammelt, die Marinetruppen standen unter',» Gewehr — die Offizierehatten sich um das Gangspill zusammengcstellt und feierliche, unru-hige Erwartung herrschte auf dem ganzen Schiffe. Der leiseste Fuß-tritt wurde gehört. Andrea und sein Freund standen abseits in derNähe des Hackbords: von Carlo Giuntotardi oder seiner Nichte waraber nirgends etwas zu sehen.
„Wir haben noch ungefähr fünfundzwanzig Minuten Sonnen-schein, nicht wahr., Mr. Winchester?" bemerkte Cuffe, in fieberischerAufregung den westlichen Rand der See betrachtend, gegen welchendas TageSgestirn sich langsam hinabsenktc, indem cs diesen ganzenTheil des Himmelsgewölbes mit jenem Weichen Glanze vergoldete,wie er dieser Stunde und dem besonderen Breitcgrade eigenthüm-lich ist.
Der Irrwisch. 2Ü