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Zeuge wirb darauf beeidigt, daß er vor dem Gerichte über den Gegen-stand der Verhandlung Wahrheit spricht, nicht aber, um alle mög-lichen Dinge im Himmel und auf Erden abzuhandeln. Nun gehört esallerdings zur Entscheidung der Frage, ob Nawl Eevart ein Spionist oder nicht — daß wir von gewissen Anordnungen überzeugt wer-den, die er veranstaltete, um dieses oder jenes Mitgeschöpf an die-sem oder jenem Orte zu treffen. Das Gesetz aber — so' viel ichnämlich davon verstehe — theilt alle Fragen in zwei große Klas-sen—nämlich in solche, welche wirklich und in solche, welche nichtwirklich zur Sache gehören: erstere sind gesetzmäßig, letztere aberungesctzmäßig."
„Ich glaube, für einen Burschen, wie dieser Bplt, wäre esdoch ein höchst verwegenes Stückchen, wenn er behaupten wollte,eine Frage, welche wir ihm vorlegen, könne ungehörig seyn!" sagteSir Frederick in verächtlichem Tone.
„Darauf kommt's nicht gerade an, Sir Frederick, denn hier han-delt sich'S ausschließlich nur um das Gesetz, während Ihr an Standund Etikette denket. — Auch die gehörigen so gut, wie die unge-hörigen Fragen scheiden sich jede wieder in zwei Klaffen: die einegesetzmäßig und logisch, wie man sie nennen könnte, die andere con-ventionell und so zu sagen bürgerlich. Zwischen beiden steckt einefeine Distinktion verborgen."
„Ich glaube, das Gericht ist der Meinung, daß die Fragevorgelegt werden darf," bemerkte Cnsfe, den der Schotte und seineSubtilitäten ungeduldig gemacht hatten, mit einer Verbeugunggegen Sir Frederick, um dessen Zustimmung zu erfahren, die erauch im Augenblicke erhielt. „Wir wollen die Thüren wieder öffnenund das Verhör fortsetzen."
„Das Gericht ist der Ansicht, Zeuge," resumirte der Unter-suchungsrichter, nachdem Alles wieder seine Plätze eingenommenhatte, „daß Zhr die Frage zu beantworten habt. Damit Ihr sicgehörig begreift, will ich sie Euch nochmals wiederholen. Welcher