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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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so gut wie jeder andern anstehen. Wir wollen Euch vorn gegen-über der Fallreepstreppe einholen."

Ach, Raoul, laß Dir doch eine so übereilte Handlung nichteinfallen!" flüsterte Ghita;der Vicestatthalter oder der Podestawird sich Deiner erinnern und dann ist Alles verloren!"

Fürchte nichts, Ghita, meine gute Sache und ein BischenWitz werden mir schon durchhelfen wogegen die geringste Zöge-rung uns grade am sichersten ruiniren würde. Diese Engländerfragen zuerst sagst Du aber nein, dann nehmen sie Alles unge-fragt. Oorpo <!> vaeo»! wer hörte auch jemals, daß ein Lazzaroneeine Dukate auSgeschlagen hätte?"

Raoul flüsterte sodann Jthuel einige Worte zu, worauf er dasBoot, das mittlerweile weit genug vorwärts gekommen war, dichtneben den Rumpf der Fregatte stellte, ein Laufstag ergriff undmit der Behendigkeit einer Katze an den Klampen emporkletterte.

Keine Seele am Bord dieser schönen Fregatte hatte auch nurdie geringste Ahnung von dem wahren Charakter des Mannes, derjetzt so vertrauensvoll auf das Quarterdeck zuschritt. Der jugend-liche Waghals selbst liebte die Aufregung eines solchen Abenteuersund hoffte mit um so größerer Zuversicht, auch dießmal ungestraftzu entkommen, weil bloß das Mondlicht die Scene erhellte. Auchwarfen die Segel ihren Schatten auf das Verdeck und dann warendie beiden Italiener, wie er aus Erfahrung wußte, in der Ent-deckung eines Betrugs eben keine Hexenmeister.

Die Nachtwache wurde so eben ausgestellt: Winchester, derseinen Dienst wieder angetreten hatte, hielt das Sprachrohr in derHand und Griffin bekleidete vor der Hand kein wichtigeres Amt,als das des Dolmetschers. Zwei oder drei Kadetten schlenderten inder Nähe des Quarterdecks herum; hie und da stand ein Matroseals AuSgucker auf den Fallen oder bei den Krahnbalken; zwanzigbis dreißig alte Seehunde gingen mit den Waffen unter'm Armoder die Hände in ihre Jacken gesteckt auf den Lausplanken oder