Ghi'ta verschwand, man wußte nicht wie, denn Vito Viti undseine Gesellschafter wurden durch die eben geschilderte Scene vielzu sehr in Anspruch genommen, um zu bemerken, wie Raoul seineGeliebte voll zarter Schonung einem Schauspiele entzog, das fürein Mädchen in ihrer Lage so schauderhaft seyn mußte.
Cuffe selbst verweilte nur noch wenige Minuten und befahl dannseiner Bootsmannschaft, ihn nach der Proserpina hinzurudern.
Eine halbe Stunde, nachdem die Erecution vorüber war, standdiese Fregatte auf und nieder und dann steuerte sie, von einemleichten Winde getrieben und vom Flaggcnknopf bis zu den Häng-mattentüchern in Leinwand gehüllt, zum Golfe hinaus.
Wir wollen sie übrigens für einen Augenblick verlassen, um zuder Gesellschaft auf der Barke zurückzukehren.
Carlo Giuntotardi und Ghita Caraccioli — denn so müssenwir fortfahren, das Mädchen zu heißen, trotzdem, daß der Nameviel zu berühmt ist, um von einem Wesen in so untergeordneterLebensstellung getragen zu werden — hatten beim Aufsuchen desunglücklichen Admirals keine andere Absicht gehabt, als das zu thun,was jedes von Beiden für seine Pflicht hielt. Sobald Caraccioli'SSchicksal entschieden war, kehrten Beide wieder willig in ihr frühe-res Leben zurück: nicht daß sie sich geschämt hätten, ihre Verwandt-schaft mit dem Todten einzugestehen — sondern weil jener weltlicheEhrgeiz ihnen gänzlich fremd war, welcher als nothwendige Erfor-dernisse des Glücks Rang und Vermögen anspricht.
Als Raoul das Gewimmel der Boote verließ, ruderte er gegendie Felsen in der Nähe der Gärten von Portici, welche dort dasGestade begränzen. Dieser Punkt war von dem gewöhnlichen Anker-plätze so weit entlegen, daß man vor Beobachtung sicher seyn durfte
seiner Schwere und jener der verdrängten Wasser,nasse beträgt. Caraccioli'Saufrechte Stellung kam von den Kugeln her, die an seine Füße angebundenwaren und von denen sich wahrscheinlich einige nach und nach loSgcmacht hatten.