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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Fünfzehntes Kapitel.

O schlumm're Kind, so trauriq fern vom Strand,

Des Wassers Murmeln mag in Schlaf Dich wiegen:

Sein Arm wird Dich nicht stützen, Deine HandWird nicht mehr kosend auf der Stirn ihm liegen.

Fern ist er, kann Dir nicht mehr weh thun, Dick nicht retten:Die Erde ist sein Grab Du mußt im Meer Dir betten.

Dana.

Einen ganzen langen Sommerabend blieb Francesco Caraccio-li's Leichnam an der Fockraa der Minerva aufgehängt ein empö-render Anblick für seine Landsleute so wie für die meisten Fremden,welche Zeugen seines Endes gewesen waren. Dann legte man ihnin ein Boot, beschwerte die Füße mit Doppelkugeln, worauf erungefähr eine Meile weit in den Golf hinaus geführt und in dieSee geworfen wurde.

Die schauderhafte Art, wie er vierzehn Tage später über demWasserspiegel erschien und seine Henker zur Rechenschaft zu fordernschien, ist als historisches Faktum bekannt und wird noch heutigesTags von dem unwissenden, wunderliebenden Publikum jenes Landesals Mirakel erzählt. *

* So sonderbar dieser Umstand überhaupt war und so peinlich er für diebei Caraceioli's Tode Bctheiligten seyn mußte, so war er doch nur die ganzeinfache Folge sehr natürlicher Ursachen. Jeder aiiimalische Stoff schwillt vorder Verwesung im Wasser auf. Ein Körper, der auf diese Art doppelt sogroß als früher geworden, nimmt natürlich den doppelten Raum der sonstigenWaffermasse ein, während sich das Gewicht gegen früher nicht verändert.*Der menschliche Körper schwimmt in seinem natürlichen Zustande meistens solange, als seine Lungen mit Luft erfüllt sind und so könnte also ein solchergeradeso viel Gewicht mit sich Heraufziehen, als der Unterschied zwischen

* Hierin täuscht sich der Verfasser etwas weniges, da das Gewicht des den Körper auf.schwellenden Wassers nothwendig zu dessen Schwere gerechnet werden muß, dagegen die