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Haupt und verharrte in dieser demüthigen Stellung, bis AlleSvorübcr war.
„Sohn," sprach der Priester, „dieß ist ein Augenblick, wo Dndie Erde und all' ihre Gefühle vergessen mußt."
„Ich weiß es, Vater," antwortete der alte Mann und seineStimme zitterte vor innerer Bewegung, denn seine Gefühle warenzu mächtig und erhaben, um der demüthigenden Empfindung derFurcht Raum zu gestatten; „aber noch nie ist dieses schöne Stückder Schöpfung meinen Augen so lieblich erschienen, als eben jetzt,da ich es für immer verlassen soll."
„Blicke über diesen Schauplatz hinüber in das weite Reich derEwigkeit, Sohn; dort wirst Du eine Herrlichkeit finden, mit welcherkeines dieser irdischen Güter verglichen werden kann. — Doch ichfürchte, unsere Zeit wird nur kurz sehn; hast Du noch irgend einfleischliches Anliegen?"
„Mache bekannt, heiliger Priester, daß ich noch in meinemletzten Stündlein für Nelson und alle Diejenigen gebetet habe, welchedazu beigetragen, mir dieses Ende zu bereiten. Für den Glücklichen,der nie eine Versuchung zu bestehen hatte, ist es leicht, Andere zuverdammen; der aber ist weiser und wandelt einen fichrern Pfad,der seine Zuversicht mehr auf Gottes Güte als in seine eigenenVerdienste setzt."
Ein Strahl der Freude flog über das bleiche Antlitz desPriesters —'eines wahrhaft frommen Mannes, da ihn sonst diepersönliche Furcht vor den Folgen ferne von einer solchen Scenegehalten haben würde. Er schloß die Augen und dankte Gott inden geheimsten Tiefen seiner Seele für Seine Gnade.
„Sohn," so begann er dann wieder in ermunterndem Tone zudem Fürsten zu reden, „wenn Du mit dem wahren Glauben an denSohn Gottes und in solch frommer Stimmung gegen Deine Mit-geschöpfe aus der Welt scheidest, so bist Du unter dieser ganzenMenschenmenge derjenige, der am meisten beneidet werden dürfte.
Der Irrwisch. 2»