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Gewohnheit der Mannszucht unterdrückte jede Klage; aber die Ueber-zeugung war allgemein vorherrschend, daß jetzt eine Handlung be-ginnen sollte, welche im Interesse der Menschlichkeit und Gerechtigkeitbesser ungeschehen bliebe, oder wenn sie dennoch vollzogen werdensollte, wenigstens einer passenderen Form, größerer Ueberlegung undgenauerer Untersuchung bedurft hätte, um so vollzogen zu werden,daß sie zu der Besserung anderer Menschen beigetragen hätte.
Die Türken allein ließen auch in ihrer Unterwürfigkeit ihregewöhnliche Apathie bemerken. Diese Diener des Fatums bliebenkalt, obgleich selbst bis zu ihnen das leise Gerücht gedrungen war,daß eine böse Stimmung auf der Flotte vorherrsche, und daß eingroßer, stolzer Geist von der Leidenschaft überwältigt worden sey,
' welche oft die größten Helden ihrer Unabhängigkeit und Selbstbe-
herrschung beraubt.
Ghita hörte auf zu beten, sobald ihr der rauhe Donner desGeschützes zu Ohren drang, und wagte sogar mit überströmenden- Augen nach der Fregatte hinzublicken. Auch Naoul und alle klebri-
gen starrten nach derselben Richtung.
Die Seeleute unter der Gruppe sahen das Tau am Vorderraa-Armesich bewegen und dann langsam einige Köpfe über die Hängematten-tücher Hervorkommen; in diesem Augenblicke wurde der Gefangenemit dem begleitenden Priester der ganzen Länge nach sichtbar.
Der unglückliche Caraccioli hatte wie gesagt seine vollen siebzigJahre nach dem gewöhnlichen Laufe der Natur verlebt und seinkahles Haupt zeigte nunmehr die Spuren dieses Alters. Er warohne Oberkleid; die Arme, an den Ellbogen ans dem Rücken zusam-mengcbunden, ließen seinen Händen gerade noch so viel Spielraum,daß sie die kleineren Dienste an seiner Person verrichten konnten.Sein Nacken war bloß; der verhängnißvolle Strick, der fest genug* darum geschlungen war, um alle Unfälle zu verhindern, schien das
Opfer beständig an seine empörende Bestimmung erinnern zu wollen.
Unter dem auf den Booten versammelten Volke entstand ein