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nicht durch die Seitenwände und Schanzen des Schiffes verdecktwurde — recht leicht auf dem Verdecke des Letzteren wahrgenommenWerden. Doch lag der Foudroyant immer noch etwas außerhalbdes durch die Boote gebildeten Kreises und Raoul hatte in derAbsicht, der Menge auszuweichen, diese Richtung eingeschlagen;er hielt jetzt mit Rädern inne, nachdem er dem Hintertheile desbrittischen Admiralsschiffes ungefähr bis auf den dritten Theil einerKabellänge nahe gekommen war.
Hier beschloß man, das entscheidende Signal und seine trau-rigen Folgen abzuwarten. Ghita brachte die kurze Zwischenzeitdamit zu, daß sie unablässig ihren Rosenkranz betete, worin ihrCarlo mit dem Eifer eines Zeloten Gesellschaft leistete.
Es ist kaum nöthig zu bemerken, daß Raoul auch bei diesemAnblicke in seinem Unglauben verharrte; doch würden wir seinerNatur sowohl als seiner Liebe zu Ghita Unrecht thun, wenn wirbehaupten wollten, er habe ihrem Thun ohne Theilnahme zugesehen.
Eine feierliche, erwartungsvolle Stille herrschte auf allen be-nachbarten Schiffen. Es war ein schwüler, ruhiger Nachmittag;sogar der Zephyr schien die Stille dieser wehmüthigen Scene nichteinmal durch ein Flüstern stören zu wollen. Am Bord der Minervawar kein Zeichen des Lebens — kaum eines des Todes — zu erblicken;nur andem Vorderraaarm gewahrte man einen einzelnen Klappläufer,^mit dem einen Ende nach Innen gekehrt, während das anderelängs der Raa hinlief und durch den Einschieb-Block bis auf dasVerdeck herabreichte. Unterhalb dieser einfachen, aber bezeichnendenMaschinerie war über zwei von den Kanonen eine Plattform gedeckt;da sie aber am inneren Borde angebracht war, so mußte sie noth-wendig, die Leute auf der Minerva selbst ausgenommen, allenübrigen Zuschauern verborgen bleiben.
Raoul war mit diesen Vorkehrungen wohl vertraut und sein
* Eine besondere Art von Taljen oder Tackeln, worunter man die aufSchiffen üblichen Hebemaschinen versteht. D. u.