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erfahrenes Auge entdeckte alsbald das besondere Tau, welches diearme Ghita in so kurzer Zeit ihres Großvaters berauben sollte,während es sich.für diese selbst, sowie für ihren Oheim unter derMasse des Tauwerks verlor, von welchem es umgeben war.
Zehn Minuten mochten unter diesem feierlichen Schweigen ver-strichen seyn;, die Zahl der Boote schien unterdessen immernoch zuzu-nehmen und auf den verschiedene» Schiffen ertheilte man der Mann-schaft die Erlaubniß, sich Punkte zu suchen, von denen sie einSchauspiel mit ansehen konnten, das ihnen, wie man hoffte, alskräftige Warnung dienen sollte.
Auf einem Kriegsschiffe gehört es zu der Etikette: „die Mann-schaft so dicht wie möglich beisammen zu behalten," denn man hältes für ein Zeichen eines wohlgeordneten Fahrzeugs, wenn recht wenigeLeute sichtbar sind, die Fälle natürlich ausgenommen, wo der Dienstcs mit sich bringt, daß sie sich blicken lassen. Diese strenge Regelhatte man übrigens für den jetzigen Moment außer Augen gelassenund die zählenden Massen, welche die Minerva rings umwogten,hatten Tausende von Zuschauern dahin gesendet, welche, Bienengleich, an den Masten hernmschwärmten.
Mitten unter diesen Zeichen der Erwartung ließ sich ans demFondroyant die Bootsmanns-Pfeife vernehmen; vier Ehrenpostenzeigten sich auf der großen Fallreepstreppe — eine Achtungsbezeu-gung, welche keinem Offiziere unter dem Range eines Kapitänserwiesen wurde. Raoul's Boot war blos fünfzig Schritte von jenerStelle entfernt; in müßiger Neugier drehte er den Kopf, um zusehen, wer wohl in das Langboot steigen würde, das am Fuße derlangen Treppenflncht angelegt hatte.
Ein Fremder mit zwei Epanlettcn kam zuerst ; ihm folgten zweiHerrn in Civil und ein Seelieutenant: sie stiegen einer nach demandern herab und setzten sich im Boote nieder. Im nächsten Augen-blicke senkten sich die Ruder: das Boot wirbelte rund herum, andem Spiegel des Foudroyant vorüber und kam schnurgerade gegen