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14 (1843) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Ghita stieß einen leisen Schrei aus, als sie aufblickte und indem verkleideten Lazzarone keinen Anderen, als Raoul Dvard ent-deckte. Da ihr Oheim in der Regel zu zerstreut war, um eine solcheVerkleidung herauSznfinden, so machte ihr Raoul ein Zeichen, daßsie sich selbst beherrschen möchte, und ruderte ruhig weiter, wiewenn Nichts vorgefallen wäre.

Sey ruhig, Ghita," ermahnte Carlo;die Zeit ist noch nichtda und wir haben noch zwanzig vplle Minute» zu unseren Avc'S übrig."

Aber Ghita war weit entfernt, Ruhe zu fühlen. Sie erkanntedie ganze Größe der Gefahr, in welche sich der junge Mann gestürzthatte und fühlte eben so gut, daß all' dieses bloS ihretwegen gesche-hen war. Selbst das feierliche Gefühl, das zu dieser Stunde undbei solcher Veranlassung ihre Seele erfüllte, war durch seine Gegen-wart gestört und sie hätte ihn aus mehr als einem Grunde fernvon sich wünschen mögen. Doch war er nun einmal da und zwarmitten unter seinen Feinden, und bei einem Mädchen von ihren, Alterund Geschlecht und von so tiefer Empfindung wie sie, wäre esganz gegen die Natur gewesen, wenn sie sich nicht einem Gefühlezärtlicher Dankbarkeit gegen Den hingcgeben hätte, der bloS umihr einen Dienst zu leisten, seinen Kopf gleichsam in des LöwenRachen gesteckt hatte.

Zwischen Raoul und Ghita hatte über die mehrerwähnte Ver-wandtschaft nie eine Zurückhaltung stattgefunden und so wußte Elfte-rer recht wohl, warum seine Geliebte hier war und was sie herge-sührt hatte. Ghita selbst schaute sich ängstlich um, ob nicht garvollends der Lugger unter der Masse von Schiffen, die auf derRhede vor Anker lagen, zu sehen wäre. Dazu aber war Raoulviel zu vorsichtig und Nichts, was seinem kleinen Fahrzeuge ähn-lich gesehen hätte, war zu erblicken.

Die Entfernung zwischen der neapolitanischen Fregatte unddem englischen Contreadmiralsschiffe war nicht bedeutend und sokonnte Alles, was am Boro der Elfteren vorging, wenn es anders